des Deutschen Aero Club e.V.
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Ein tolles Gefühl

Juni 30th, 2017 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei"

Es war Montag, der 5. Juni, als ich das erste Mal alleine fliegen durfte.
Es began damit, dass ich erst einen ganz normalen Start mit meinem Fluglehrer Lasse gemacht habe und danach noch einen,
aber mit einem anderen Fluglehrer. Am späten Nachmittag sollte ich dann nochmal fliegen, obwohl ich laut „Startreihenfolge” gar nicht an der Reihe gewesen wäre. Ich dachte mir aber nichts dabei und machte mich auf der ASK 21 fertig. Als das Flugzeug dann auf der „Piste 22” stand, wurden hinten die Anschnallgurte zusammengezogen und die Haube verriegelt. Als mein Fluglehrer dann auch noch ohne Fallschirm zu mir kam, konnte ich mir schon fast denken, was passieren wird. „So, Luca! Wie du siehst, will keiner hinten mitfliegen.”, sagte er. „Du darfst jetzt zum ersten Mal alleine fliegen!” Ich habe mich sehr gefreut, doch ich war auch ein bisschen aufgeregt. Ich machte wie immer meinen Startcheck und gab ein Zeichen, dass eingeklinkt werden konnte. Danach gab ich durch einen Daumen nach oben das O.K. zum Start. Die Robin DR 400 rollte langsam nach vorne und das Seil straffte sich. Dann hörte ich im Funk „Seil straff!” und das Schleppflugzeug beschleunigte. Ich hob langsam ab und blieb ruhig hinter der Schleppmaschine. Der Wind kam von vorne, sodass ich nicht vorhalten musste. Als die D-EQHS auch abhob, bin ich mit ihr nach oben gestiegen. Es waren kaum Turbulenzen, ein sehr ruhiger Schlepp. Bei 450 Metern habe ich ausgeklinkt und meine Höhe abgeflogen. An der Position habe ich dann meinen Landecheck gemacht. Bei der Landung bin ich beim Abfangen nochmal ein bisschen weggestiegen, doch sonst war sie in Ordnung.
Den zweiten Flug habe ich genauso gemacht. Diesmal ist mir der Fehler bei der Landung aber nicht mehr passiert. Dafür bin erst etwas weiter hinter dem Lande-Tuch gelandet.
Der dritte Flug hat am besten geklappt. Nach der dritten Landung fand ich es schade, das es schon vorbei war. Es war ein echt tolles Gefühl, alleine zu fliegen und es hat sehr viel Spaß gemacht.
Am Abend bekam ich dann noch von allen den „Hintern versohlt”, einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet und einen Strauß mit Brennnesseln und Disteln überreicht. Danach haben mir noch alle gratuliert.
Es war ein sehr schöner Tag, den ich nicht mehr vergessen werde!

Bericht: Luca Pulst

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