des Deutschen Aero Club e.V.
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Infolunch 22. März 2018 – Berlin

April 5th, 2018 | Posted by Julia Jansen in Uncategorized

Mit der Fragestellung „Wie gestalten wir Luftraum und Energiewende im Einklang?“ lud die

Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt und das Forum Luft- und Raumfahrt e. V. am Donnerstag, den 22. März 2018 zum Lunch in das historische Gebäude der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin ein.

Eingeladen waren die Luftfahrtverbände Aircraft Owners and Pilots Association Germany (AOPA), German Business Aviation Association e.V. (GBAA), Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) und natürlich der Deutsche Aero Club (DAeC).

Bei der etwa eineinhalbstündigen Veranstaltung gab es neben dem Mittagstisch zwei spezielle Fachvorträge. Der eine von Herrn Prof. Dr.-Ing. Janser der FH Aachen über das Thema „Windkraft vs. Flugplatz | Ist ein gefahrloser Flugbetrieb der Allgemeinen Luftfahrt bei weiterem extensiven Ausbau der Windenergie möglich?“ – Diese Frage kann jeder nur für sich nach dem Vortrag beantworten. Herr Janser hatte zur Veranschaulichung imposante Bilder in seinem Vortrag eingebettet. Er und sein Team analysierten auf Grundlage eigener Messungen und erläuterten den Gästen graphisch die entsprechenden Effekte für Luftsportler. Anders als ein starres Hindernis bilden Windenergieanlagen infolge von Turbulenzen und Windscherungen einen dynamischen Wirkzylinder rund um das eigentliche Hindernis. Die Auswirkung auf die Piloten und deren Flugzeuge sind sehr stark spürbar. Der Flugplatz stellt seit jeher, gerade für die Segelflieger und für Piloten in der Ausbildung , einen sichere-n Hafen dar. In den Vereinen beginnt die Schulung ab 14 Jahren. In den Übungsräumen ist es umso wichtiger den Luftraum weitestgehend frei von Störungen zu halten.

Bei Herrn Klaus Sturm, dem Abteilungsleiter der Flugmeteorologie vom Deutschen Wetterdienst, ging es um „Störungen durch Windenergieanlagen auf die Radarsysteme des DeutschenWetterdienstes.“ Eins haben Windenergieanlagen und Radarsysteme gemeinsam, sie konkurrieren um Ihren Standort. Meist gelegen auf einer geografischen Erhöhung mit guter Infrastruktur und ausgebautem Stromnetz. Durch die Windkraftanlagen- Hindernisse werden flugmeteorologische Wettervorhersagen stark beeinträchtigt. Die Radargeräte können nicht mehr ungehindert in allen Richtungen sowie Höhen den Himmel scannen, da in der unmittelbaren Entfernung Windparks stehen und das elektromagnetische Radarsignal beeinflussen. Die notwendige umfassende Wetterradarabdeckung in Deutschland ist somit nicht mehr gegeben.

Die Anzahl der Windenergieanlagen wächst mit einer hohen Dynamik und dabei nimmt die

Anlagenhöhe stetig zu. Der begrenzte Luftraum wird zunehmend eingeschränkt. Die Richtlinien- und Gesetzgebungen müssen dementsprechend angepasst werden. Die Standortwahl und auch der Abstand zu den Flugplätzen und den Radarsystemen müssen umfassend geprüft und gemäß neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse angepasst werden .

Es war ein interessantes Lunch, mit vielen produktiven Gesprächen und eine tolle Atmosphäre zum Netzwerken. Herzlichen Dank für die Einladung. Gerne kommen wir wieder einmal in die große Bundeshauptstadt Berlin.

 

 

 

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