des Deutschen Aero Club e.V.
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International Air Cadet Exchange

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Die deutschen Kadetten beim Vortreffen in Köln-Wahn

Die deutschen Kadetten beim Vortreffen in Köln-Wahn

Was ist das eigentlich? Viele haben schonmal davon gehört, manche auch gar nicht. Das ist schade, denn wie ihr geich sehen werdet ist es ein sehr beeinduckender Austausch, speziell für luftfahrtbegeisterte Jugendliche – also auch junge Luftsportler.

Den IACE, so die Abkürzung, gibt es seit 1946, er ist also schon sehr alt, damals gegründet von Großbritannien und Kanada. Heute nehmen 19 Nationen teil, Deutschland tauscht Kadetten mit Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Israel, Türkei und Hong Kong aus. Diese Kadetten werden anhand ihrer eingegangen Bewerbung auserwählt, meistens nehmen jedes Jahr ca. 12 teil.

Zum ersten Mal treffen die Kadetten sich im Juni in Köln-Wahn, wo ehemalige Kadetten von ihren Erfahrungen berichten, Vorträge zu den einzelnen Gastländern gehalten werden und die Gastgeschenke verteilt werden.

Eine Super-Puma der Schweizer Luftwaffe, mit der die Kadetten nach und innerhalb der Schweiz befördert werden

Eine Super-Puma der Schweizer Luftwaffe, mit der die Kadetten nach und innerhalb der Schweiz befördert werden

Start- und Endpunkt des IACE ist der Frankfurter Flughafen. Hier machen die Kadetten sich auf den Weg ins Ausland, die meisten mit Linienflügen. Die Kadetten, die nach Belgien und nach Großbritannien reisen, werden traditionell in einem Jet der belgischen Luftwaffe befördert und die Schweizer begeben sich auf ein Abenteuer in einem Super Puma-Helikopter der Schweizer Luftwaffe in ihr Gastland.

Die Programme in den einzelnen Ländern variieren, eines haben sie aber alle gleich: Sie sind absolut beeidruckend und genau für fliegerisch interessierte Jugendliche gemacht, doch auch der kulturelle Aspekt kommt nicht zu kurz. In jedem Land kommen die Kadetten mal in die Luft, das geht vom Segel- und Motorflug über Heißluftballonfahrten bis hin zu Flügen in einer PC-7, Beech 17 oder einem KC-10 Tanker der niederländischen Luftwaffe, 10m entfernt von zwei F-16 die in der Luft betankt werden. In der Schweiz z. B. geht man auch mal wandern, in Holland wird auch die lokale Bierkultur begutachtet und England zeigt viel von seiner bewegten Luftfahrtgeschichte. Die einzelnen Programmpunkte können auf der Website des IACE nachgelesen werden (http://www.iacea.com/programmes/).

Air-to-Air-refuelling aus einer KC-10 für F-16 der niederländischen Luftwaffe

Air-to-Air-refuelling aus einer KC-10 für F-16 der niederländischen Luftwaffe

Der Austausch findet jedes Jahr im Sommer (24. Juli bis 6. August) statt. Bewerben kann man sich bis März. Der Bewerber/die Bewerberin sollte fliegerisch begeistert und am besten auch in dem Bereich tätig sein, letzteres ist jedoch keine Voraussetzung. Das man daran interessiert ist, internationale Kontakte zu knüpfen und sich verständlich auf Englisch ausdrücken kann, sollte offensichtlich sein.

Organisiert wird der Austausch für Deutschland und deren Kadetten von einem großen Team an ehrenamtlichen Helfern des IACE und zwei Offizieren der Luftwaffe, die sich mit Herz und Blut engagieren und das Programm in Deutschland begeistert begleiten.

Bei weiteren Fragen stehen euch die beiden neuen Referenten für internationale Arbeit der Bundesluftsportjugend, Lena Treder und Jan Bischoff zur Verfügung, außerdem findet ihr weitere Informationen in der Facebook-Gruppe „IACE Germany“.