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DFJW Leistungslehrgang 2016

August 19th, 2016 | Posted by Konstantin Mahler in Fallschirmsport

 

„We are brothers, we are sisters. Young, old, 1 Jump or 10.000. We are united.”
“WE ARE SKYDIVERS!”

Als sich am Sonntag, dem 30. Juni 2016, nach und nach alle Teilnehmer aus weiten Teilen Deutschlands und Frankreichs in Marl ansammelten, waren die meisten von der langen Fahrt doch sehr erschöpft, müde und hungrig. Viele von uns haben mehrere Stunden Fahrt auf sich genommen und so nutzten wir den ersten Abend für ein erstes Kennenlernen und ein ausgiebiges, gemeinsames Abendessen. Früh fielen wir also in unsere Zelte und somit starteten wir am Montag, alle voll motiviert und frisch ausgeruht, mit der Platzeinweisung und den ersten 2-3 Sprüngen.
Aufgrund der wunderbaren, sehr ausgiebigen Verpflegung, welche uns dreimal täglich serviert wurde, waren am Montagabend die Augen dann wohl größer als der Magen. Es hatten wohl einige nicht Aufgegessen und so kam es, wie es kommen musste; Die Schlecht-Wetter-Front erreichte uns pünktlich am Dienstagmorgen und machte keinen Anschein besser zu werden. Als „Blue Skies“ also nur noch in Form von Musik zu hören – und nicht als Wetter zu Spüren war, wuchs die Gruppe immer weiter zusammen. Wir spielten gemeinsam „Uno“ und „Ligretto“ und bestritten zusammen den von den Trainern organisierten „Dropzone-4-Kampf“ am Boden, bei dem wir in gemischten Mannschaften in 4 Disziplinen gegeneinander antraten.
BBM2Obwohl alle dabei viel Spaß hatten, war das keine tagesfüllende Beschäftigung und so war trotz allem bei den meisten irgendwann ein bisschen „Drei-Tage-Regenwetter“ im Gesicht zu sehen, immerhin waren wir ja auch zum Springen zusammen gekommen. Was wir nicht ahnten war, dass die Trainer im Hintergrund fieberhaft an einem viel interessanteren Ausweichprogramm arbeiteten. Sie machten das Unmögliche möglich und organisierten für uns: Drei Stunden Tunnelzeit! Am Dienstagabend ging es also nach Bottrop zum Indoorskydiving, wo wir in Sachen Freifalltechnik viel dazu lernen konnten. Für einige von uns war es auch das 1. Mal im Tunnel und somit eine tolle Bereicherung. Am nächsten Morgen regnete es immer noch! Ein geplanter Ausflug zum Bergbaumuseum in Bochum kam uns da gerade gelegen. Wir verbrachten einige Stunden im Bergbaumuseum und waren danach ein wenig schlauer, was diese Region Jahrzehnte lang ausgemacht hat. Zurück am Sprungplatz in Marl regnete es immer noch und an Springen war leider nicht zu denken. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und 3 Stunden Freizeit trafen wir und dann am späten Nachmittag zum „Spezialitäten Abend“. Die Trainer hatten uns vor Beginn des Lehrgangs dazu aufgefordert, dass jeder eine kleine Spezialität aus seiner Region mitbringt. In lustiger Runde saßen wir nun auf der Packmatte und jeder stellte sein Mitbringsel vor. Wir verkosteten dann gemeinsam die mitgebrachten Köstlichkeiten und hatten viel Spaß dabei. Spätestens jetzt waren alle Sprachbarrieren gefallen und die Gruppe kommunizierte in allen Sprachen durcheinander.

Ab Donnerstag wurde das Wetter dann ein wenig besser und es gab dann wieder zwischendurch blaue Löcher, so dass wir unseren Sprungbetrieb für ein paar Stunden wieder aufnehmen konnten. Wir lernten in Formationen von One-by-One, bis hin zu 14er Formationen jede Menge dazu und auch als Freeflyer kam man hier keineswegs zu kurz. Das Wetter wurde schließlich bis Samstagabend hin maximal ausgenutzt, sodass bei jedem Teilnehmer eine deutliche persönliche Steigerung und Freude zu erkennen war.
So schafften wir am Ende der Woche, gemeinsam in den Deutsch-französischen Teams, das maximale an Sprüngen heraus zu holen und vor allem, so viel wie möglich dazu zu lernen.
Das große Finale war dann eine gemeinsame Abschlussparty, die gemeinsam mit der in Marl traditionellen Schülerparty gefeiert wurde.

Das Camp hat uns daher nicht nur als junge Fallschirmspringer weitergebracht, sondern die ganze internationale Gruppe zusammengeschweißt. Nicht nur springerisch, sondern auch freundschaftlich!

Wir danken dafür unseren beiden Verbänden dem DAeC und dem DFV, sowie der Luftsportjugend und nicht zuletzt das DFJW, dass sie uns die tolle Woche, ermöglicht haben. Vor allem danken wir auch unseren deutschen und französischen Trainer:
Gerhard Währisch & Ralf Ortmann, die das Camp organisierten,

Daniel „Buschi“ Buschek, Raphael „Raph“ Cabane, Bénédicte Joly, Jéròme Schlick, Thomas Kremer und Nicolas Link, die das alles während ihrer Urlaubszeit, ehrenamtlich unterstützt haben.

Ein weiterer großer Dank geht an Boris Nebe dem GF des Indoorskydiving Bottrop, der uns spontan und unbürokratisch die 3 Stunden Tunnel zur Verfügung stellte.
Zuletzt ein großes Kompliment an Robert Lampe und seine Mannschaft die uns eine Woche lang jeden Tag mit ihrer Outdoor-Küche drei köstliche Mahlzeiten gezaubert haben.

Ein Bericht von Mona Flögel und Kira Nikiforow

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