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Welcome to Beijing – oder Ehrenamtler gehen auf Reisen!

November 13th, 2016 | Posted by Konstantin Mahler in Uncategorized

Oftmals höre ich von Freunden den Spruch „Und wer dankt Dir für deine Arbeit im Ehrenamt?“. Diese Frage hat sich wohl schon der ein oder andere ehrenamtliche Helfer selbst gestellt. Viel zu häufig wird die Arbeit, die in der Freizeit stattfindet, kaum oder gar nicht honoriert oder dazu noch bemängelt. Dies ist leider keine allzu große Motivation seine Freizeit für andere Jugendliche, den Verein oder den Verband einzusetzen. Ich selbst, bin bei der Luftsportjugend in Nordrhein – Westfalen (www.lsj.de) und auf Bundesebene (www.luftsportjugend.de) seit längerem ehrenamtlich aktiv. Hier organisiere ich Veranstaltungen, leite Lehrgänge und versuche, zusammen mit anderen Ehrenamtlichen, in Teams die Jugend zu vernetzen und zu fördern. Dies beansprucht gut und gerne mal 15 bis 20 Stunden die Woche (..die Wochenende mal eben ausgelassen ;-)). Zeitlich also ganz schön intensiv.

Und ein Dank? Kam dieses Jahr vom Landessportbund NRW! Ende letzten Jahres habe ich mich riesig über ein Stipendium aus dem Bereich „Junges Ehrenamt“ vom Landessportbund NRW gefreut! (Mehr dazu unter: www.sportjugend-nrw.de/unser-engagement/fuer-jugendliche-und-junge-erwachsene/junges-ehrenamt/). Hierbei bekomme ich nicht nur eine monatliche finanzielle Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit an Fortbildungstreffen und Veranstaltungen mit anderen ehrenamtlichen Helfern teilzunehmen. Durch dieses Stipendium wurde ich, neben vielen anderen tollen Aktionen, auch auf die „Young Leader Academy“ aufmerksam gemacht. (Mehr Info´s unter: www.sportjugend-nrw.de/service/news/artikel/news/young-leader-in-chna/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6aa36e86353ee6f4e341d833dec0c16e)

Hier wird jährliche eine deutsche Delegation, bestehend aus ehrenamtlichen Helfern aus NRW, zusammengestellt. Der Austausch findet mit Delegationen aus China, Indien und Deutschland statt und so treffen sich diese immer abwechselnd in China, Indien und Deutschland. Dieses Jahr sollte es nach China, genauer Peking gehen. Nach einer Bewerbung beim LSB, bekam ich bald darauf die erfreuliche Nachricht, dass ich dieses Jahr als eine delegierte Deutsche mitfliegen durfte.

Für einen kleinen finanziellen Betrag ging es also eine Woche lang nach China! Wahnsinn! Die Vorfreude stieg alsbald, als ich die Bestätigungsmail vom LSB NRW erhalten hatte!

Wir deutsche Delegierte lernten uns per Mail vorab kennen und auch ein Vortreffen beim LSB NRW in Duisburg hat stattgefunden. Hierbei haben wir uns nicht nur untereinander kennengelernt, sondern uns auch schon ein wenig auf die Kultur und Gepflogenheiten in China vorbereitet. Unsere größte Angst – das Essen 😀 Gibt es wohl wirklich Hund zum Abendessen? Werden wir das Essen dort vertragen?

1Am 10. Oktober ging es dann los! Wir trafen uns am Frankfurter Flughafen (sicherheitshalber mit Medikamenten gegen Durchfall etc. im Gepäck 😀 ) und machten uns auf die Reise in das 9 Stunden Flugzeit entfernte Peking.

Unsere Woche war vollgepackt mit spannendem Programm! Neben der Beijing Exhibition Hall schauten wir uns den Platz des himmlischen Friedens an, machten eine Tour durch die verbotene Stadt, bestiegen die Chinesische Mauer und vieles, vieles mehr! Es war für uns alle faszinierend der chinesischen Kultur ein wenig näher zu kommen!  Weiterhin konnten wir in Qufu den Tempel des Konfuzius besichtigen und hörten hier viel über die Geschichte Chinas.

Vor Ort war uns aber nicht nur die chinesische Kultur und Geschichte wichtig. Auch die indische Delegation hat uns in verschiedenen Vorträgen ihr Land und ihre Kultur nahgebracht. Neben Informationen über die politischen Parteien, erfuhren wir auch viel über Gepflogenheiten bei indischen Feierlichkeiten, traditionellen Tänzen und indisches Essen.

2Apropos Essen – da war ja noch was. J Alle waren sehr gespannt und direkt am ersten Abend ging es los. Auf dem Tisch waren verschiedene Fleischsorten, Gemüse, Soßen und….Frosch. Alle deutschen Delegierten beäugten den Teller mit großer Sorgfalt (…und einer guten Portion Skepsis), zeitgleich feuerten uns die indischen Delegierten belustigt an den Frosch zu probieren. Große Überwindung gehörte dazu und die „Quak“ Rufe vom Nachbartisch halfen nicht besonders…aber wir haben uns überwunden und ihn probiert! Ein bisschen wie Hühnchen mussten wir feststellen aber eben eine viel größere Überwindung. 😀 Die Challenge haben wir überwunden J Insgesamt durften wir bei jeder Mahlzeit eine andere chinesische Küche ausprobieren und neben der Erkenntnis das die Chinesen sehr (!) scharf essen (laut den Indern war das alles nur etwas scharf – wir Deutschen spuckten teilweise Feuer 😉 ) und es nicht nur Hühnchen süß – sauer gibt, können wir sagen: Es war super lecker!!

3Der sportliche Aspekt wurde mit dem Besuch der Beijing Sports University abgedeckt. Hier wurden wir nicht nur in Tai-Chi unterrichtet, sondern konnten auch einen Moment dem chinesischen Olympiateam im Turnen beim Training zuschauen. Für uns war dies eine große Ehre und die Trainingsstätten waren alle überwältigend!

Der Höhepunkt war für uns der Besuch des Mount Tai. Nach einer abenteuerlichen Busfahrt zum Einstieg in die Seilbahn, ging es durch die Wolken durch, dem Himmel immer näher! Der Ausblick auf die Wolken und die Tempelanlagen dort oben waren faszinierend! Nach einigen Tagen im Smog von Peking war die klare Luft dort oben wie ein Energiekick für uns alle! So bestiegen wir den Berg weiter und genossen Schritt für Schritt unsere Reise in China!

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Während der gesamten Reise fanden viele ungezwungene Gespräche zwischen den einzelnen Mitgliedern der Delegationen statt. Gemeinsam tauschten wir uns über die Gepflogenheiten der einzelnen Länder aus und sprachen über unsere Hobbies etc.

Alles in allem haben wir in den Tagen nicht nur eine wahnsinnig tolle Reiseroute gehabt, wo wir viel über die Kultur und die Traditionen aus China gelernt haben, sondern auch neue Freunde aus China und Indien gefunden mit denen wir sicherlich noch länger in Kontakt stehen werden und unglaublich viel Spaß hatten! Diese Reise und der ein oder andere Lachflash wird uns sicherlich alle unvergesslich in Erinnerung bleiben! (…ich sage nur „6:30 we will have Breakfast!“…)

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Dies zeigt, dass es doch Unterstützer und Förderer für diejenigen gibt, die sich tagtäglich der ehrenamtlichen Arbeit zuwenden und andere Menschen fördern wollen. DANKE!

Ein riesiger Dank geht an den Landessportbund NRW, im Besonderen an Chantal, Sonja und Maria! Ihr habt so viel dafür getan, dass unsere Reise perfekt vor- und nachbereitet war! Und auch Danke an Peng und Amber, die uns in China jegliche Wünsche von den Lippen abgelesen haben!

Eure Arbeit motiviert uns!! –  谢谢

-Julia Jansen

 

 

Ihr kommt auch aus NRW und seid ehrenamtlich aktiv? Dann schaut mal rein:

www.sportjugend-nrw.de/

 

Berichte über Julias Stipendium:

Online Bericht auf der Homepage des LSB:

www.sportjugend-nrw.de/service/news/artikel/news/projekte-statt-posten/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a8772f7a81ddf43748a46c94ee3e4e4e

Ausgabe der „Wir im Sport“, mit Julia auf dem Cover:

www.lsb-nrw.de/fileadmin/global/media/Downloadcenter/LSB-Magazin/Wir_im_Sport_2_2016.pdf

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