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Author Archives: Konstantin Mahler

DFJW Ballonjugendlager 2019

August 12th, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Uncategorized - (0 Comments)

Untergebracht waren wir diesmal im Wassersportzentrum am Étang de Bures, 20 Kilometer von Lunéville entfernt. Fest im Pilotenteam von französischer Seite Serge Claude, Bastien Lefrancois von französischer Seite, und Yousif Abdel Gadir von deutscher Seite. Ergänzt entsprechend ihren zeitlichen Möglichkeiten von weiteren Piloten des Vereins Les Zéphyrs, und Christin Schroeder und René Krämer von Schroeder fire balloons. (mehr …)

Wir, Christian Weidemann aus dem LSC Hamm und Tristan Brack vom Segelflugverein Oerlinghausen, haben vom 19. bis zum 23. Juni am Deutschlandflug teilgenommen. Die Strecke führte von Braunschweig über Arnstadt und Burg Feuerstein nach Bad Wörishofen, teilgenommen haben 60 Flugzeuge, 30 davon in der Wettbewerbsgruppe. Für den Wettbewerb wurden wir von der Luftsportjugend finanziell gefördert.

Angefangen hat der Deutschlandflug für uns am Dienstag, als Christian morgens die Super Dimona (D-KDHA) des LSC Hamm nach Braunschweig geflogen hat, dort haben wir sie nachmittags mit Erdankern verzurrt, sodass sie die möglichen Gewitter unbeschadet übersteht.

Gestartet ist der Wettbewerb schließlich am Mittwoch, er begann am späten Nachmittag mit der Anmeldung im Gebäude des Daec am Flughafen. Da die Abstellfläche auf dem Segelfluggelände am Dienstag noch nicht zur Verfügung stand, parkten wir vom Dienstag auf den Mittwoch auf einer anderen Wiese. Deswegen haben wir nach der Anmeldung das Flugzeug noch einmal umgestellt, um für den nächsten Tag schon in der Startreihenfolge zu stehen. Kurz bevor die Gewitterfront Braunschweig erreicht hat, waren wir schließlich fertig und sind mit dem Bus zum Alten Rathaus in die Innenstadt gefahren, in dem die Auftaktveranstaltung um 19.00 Uhr angefangen hat. Wir wurden von den Veranstaltern des Deutschlandfluges willkommen geheißen, danach hielten der Geschäftsführer des Flughafens und der Sportdezernent jeweils eine Rede. Es wurde noch ein kurzes Briefing bezüglich der Wettbewerbsregeln gehalten, bevor das Essen begonnen hat, dabei konnten wir die anderen geförderten Jugendteams kennen lernen. (mehr …)

Deutschlandflug 2019 – Bericht Lukas und Tim

Juli 26th, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Deutschlandflug | Motorflug - (0 Comments)

Mittwoch 19.6.19 – Die Anreise

Wetter: Check.
Flugplanung: Check.
Flugzeug: Check.

Der Motor läuft warm, die Karte mit dem Kursstrich von Leck quer durch Hamburg bis nach Braunschweig liegt auf dem Schoß. Die erste Etappe führt Tim und mich mit vollgeladenem Flugzeug in das ca. 1:45h Flugzeit entfernte Braunschweig, wo der Deutschlandflug 2019 beginnt.
Bei sommerlichen Temperaturen zieht unsere 200PS Starke DR400 problemlos aus unserem kleinen Flugplatz nahe der dänischen Grenze raus. Der erste fliegerische Leckerbissen ist nicht weit entfernt: Ein Durchflug durch die Hamburger Kontrollzone über die Innenstadt und den Hafen, vorbei an der „Elphie“ gekrönt mit einem Tiefanflug auf den Hamburger Flughafen direkt hinter einem landenden Airbus.

45 Minuten später fliegen wir in die Kontrollzone Braunschweig ein. Ein leicht gestresster Fluglotse jongliert mit den über 60 anfliegenden Sportflugzeugen, welche aber natürlich alle zu einer glücklichen Landung finden.

Am Abend folgt die Eröffnung des Deutschlandfluges in der Dornse des Altstadtrathauses mit großem Büffet. Neben der erstaunlichen Architektur beeindruckt uns an diesem Abend noch ein Meteorologieunterricht zum Anfassen in Form eines Gewitters am braunschweiger Himmel.

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Deutschlandflug 2019 – Bericht Niclas und Benjamin

Juli 25th, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Deutschlandflug | Motorflug - (0 Comments)

Der Deutschlandflug 2019 war für mich, Niclas und meinem Navigator Benjamin eine große Erfahrung. Wir haben viele neue Perspektiven über die Fliegerei und vor allem Navigation und auch Kulturelles während der kurzen Aufenthalte gelernt. Zunächst war der Start am ersten Tag der Veranstaltung in Braunschweig atemberaubend, da alle 66 Flugzeuge der Touring,- und Wettbewerbsgruppe sich auf den Weg zu ihren erstem Ziel los flogen. (mehr …)

DFJW-Ballonjugendlager 2019

Mai 21st, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Uncategorized - (0 Comments)

Du interessierst dich für den Ballonsport und möchtest dich international mit weiteren Luftsportlern austauschen? Dann melde dich an zum Ballonjugendlager vom Deutsch-Französischen Jugendwerk! Alle Infos findest Du im Flyer: DFJW Ballonjugendlager2019-Flyer

AERO 2019 – letzter Messetag

April 13th, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Uncategorized - (0 Comments)

Die Messe geht für das Jahr 2019 zu Ende und wir hatten einen einzigartigen letzten Tag hier! Durch das Wochenende konnten wir heute noch mehr Kinder und Jugendliche begrüßen, die mit uns fleißig Balsagleiter gebaut haben! Zwischendurch haben sich teilweise internationale Weitwurfwettbewerbe gebildet, bei denen die gebastelten Wurfgleiter direkt auf ihre Flugfähigkeiten getestet wurden. 

Weiterhin hat unser Bundesjugendleiter Max Heilmann heute über vier Stunden auf der Messe Gespräche geführt, um neue Kooperation zu bilden und alte Zusammenarbeiten zu stärken. 

Es war einfach wunderbar das bunte Treiben an unserem Stand zu beobachten und selbst mit Motivation im Ehrenamt dabei zu sein! 

Wir als Bundesjugendleitung möchten uns bei allen Helfern, Unterstützern und Partnern für diese tolle Erfahrung bedanken! 

Vielen Dank! 

💙…für eine wahnsinnig tolle Messe! @aerofriedrichshafen 

👨🏼‍✈️ …für super interessante und inspirierende Gespräche!

👧🏼 …für all die leuchtenden Kinderaugen und die selbstgebauten Wurfgleiter! 

💪🏻 …für die kommenden Zusammenarbeiten, die während der Messe entstanden sind – wir freuen uns auf Euch! 

👌🏻 …für alle ehrenamtlichen Helfer, die sich die Zeit genommen haben Teil dieser Messe und des Teams Luftsportjugend Deutschland zu sein! #ihrseidklasse

🛫 …an den DAeC, dass wir auf der Messe dabei sein dürfen! 

Es war mal wieder genial!! Freuen uns schon riesig auf kommendes Jahr! #aero2020 

Bis dahin 👋🏻

Eure Luftsportjugend Deutschland 

Tag 3 auf der AERO

April 12th, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Uncategorized - (0 Comments)

Heute war ein wichtiger Tag für den DAeC und somit natürlich auch für uns. Neben dem Besuch der FDP Parteimitglieder, die zum Thema ZÜP mit dem Vorstand diskutierten stand auch die außerordentliche Mitgliederversammlung des DAeC an.

Hier hat unser Bundesjugendleiter Max Heilmann das kommende Jugendlager „Jugend fliegt“ nochmals genauer vorgestellt und bekam großen Zuspruch für die Arbeit des Orgateams, der Jugendreferentin Ariane Bugdoll-Frost und der Bundesjugendleitung.

Weiterhin wurde ein neuer DAeC Präsident gewählt. Wolfgang Müther trat aus persönlichen Gründen zurück und wir wollen uns hiermit ganz herzlich für die vielen Jahre der guten Zusammenarbeit bei ihm bedanken! Als neuen Präsidenten dürfen wir Stefan Klett aus NRW vorstellen, gratulieren ihm ganz herzlich und freuen uns auf eine tolle Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Am Abend stand dann die Standparty des aerokurier und bei VL3 an, wo wir mit vielen Ausstellern der Messe noch gute Gespräche führen konnten und so den dritten Tag der Messe haben ausklingen lassen.

Morgen geht es dann mit voller Energie in den letzten Tag der Messe und wir freuen uns auf alle Besucher!!

Zweiter Tag auf der AERO

April 11th, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Uncategorized - (0 Comments)

Die Zeit vergeht auf der AERO Friedrichshafen wir im Flug! Der zweite Tag ist zu Ende und wir hatten heute einen tollen Tag! 

Neben interessanten Gesprächen mit dem Vorstand des  DAeCs und vielen Besuchern unseres Standes, haben wir hier die Möglichkeit uns mit anderen Verbänden und Organisationen aus der Luftfahrt zu vernetzen. So entstehen auf der Messe neue Zusammenarbeiten, neue Visionen und Ideen für unsere zukünftige Arbeit und jede Menge neue Freundschaften! 

Besonders stolz sind wir hier auf die mittlerweile langjährige Freundschaft zum Aero Club der Schweiz. Vor vier Jahren haben wir hier auf der AERO deren Jugendlager ProAero JuLa kennen und lieben gelernt. Schnell war die Idee eines Jugendlagers in Deutschland geboren. Über die stetige Zusammenarbeit und Planung eines solchen Lagers in Deutschland entstand so eine gute Freundschaft. Wir sind sehr dankbar für die tolle Unterstützung aus der Schweiz! Vielen Dank! 

Weiterhin haben wir heute natürlich auch wieder alle kleinen Gäste bei uns begrüßen dürfen und fleißig Wurfgleiter gebaut. Hier ist uns wichtig, dass die Kinder nicht nur bauen sondern auch etwas über die Flugeigenschaften erfahren. 

Einen tollen Abschluss hatte der Tag auf der Standparty des BWLV. Mit Livemusik, Getränken und jeder Menge guter Laune haben wir so den Tag ausklingen lassen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Tage und sagen damit Gute Nacht und bis morgen!

Ein atemberaubendes Erlebnis, das bleibt

Februar 21st, 2019 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

“In life you are either a passenger or a pilot. It‘s your choice!” Unknown

Immer wieder wurde mir gesagt, wie cool es ist, ein Flugzeug alleine zu fliegen. Anfangs habe ich mich immer darüber gewundert und gedacht, dass unsere Fluglehrer doch nett sind, aber irgendwann wollte ich endlich alleine fliegen. Gestern habe ich es selbst gemerkt: Fluglehrer sind zwar eine tolle Unterstützung, aber das kann man unmöglich mit dem Fliegen alleine vergleichen.

Das Wetter spielte bisher nie mit, sodass sich mein Freiflug immer weiter verzögerte. Immer, wenn ich auf den Flugplatz kam, habe ich auf bessere Bedingungen gehofft. Fliegen wollte ich trotzdem! Nach ganzen 121 Starts stellte ich mich dann gestern dem Wind und machte meinen ersten Alleinflug. Es war unbeschreiblich. Zuvor musste unsere ASK-21 aber erstmal beladen werden. Zu den regulären acht Bleiplatten und einem Bleikissen kam noch ein weiteres Bleikissen hinzu. Um in Zukunft das Beladen des Flugzeuges so kurz wie möglich zu halten, habe ich mich entschlossen zuzunehmen.

Nachdem ich samstags zwei Platzrunden und eine Seilrissübung hatte, fühlte ich mich gut vorbereitet und sonntags bin ich vor meinem Überprüfungsflug noch drei-mal mit unserem Ausbildungsleiter geflogen. Kurz vor dem Start war ich sehr angespannt. Ich atmete nochmal tief durch und führte meine normale Startkontrolle durch. Dann ging es endlich los!

Viel leichter und schneller als sonst hob ich mit der D-4778 ab und der Start verlief gut. Nach dem Ausklinken versetzte ich mich die Lage eines Fluglehrers und redete mit mir selbst, um nichts zu vergessen. Es war windiger als sonst und ich wusste, dass es laut Briefing noch windiger werden sollte. Dennoch genoss ich den Flug und die Stille in der Luft sehr. Beim Fliegen, einfach den Alltag vergessen und frei sein wird einem immer wieder klar, dass es die schönste Sportart der Welt ist. Der erste Alleinflug ist mit Worten kaum zu beschreiben, nachdem die erste Aufregung zurückgegangen ist, machte es unglaublich Spaß und nach kurzer Zeit setzte ich schon meine Landemeldung ab und ging zum Queranflug über. Jetzt musste ich besonders auf den Wind achten und einen sauberen Endanflug fliegen. Nach der Landung war ich erleichtert und hatte etwas mehr Vertrauen in mich selbst gewonnen. Beim nächsten Start war ich schon etwas gelassener. Es war ungewohnt still und ich hätte vor Freude singen können! Die Landung verlief einwandfrei und ich realisierte erst danach, dass ich schon zwei Flüge hinter mir hatte. Der letzte Flug war einfach nur schön, es war windiger, aber ich wurde im letzten Jahr gut auf schwierige Wetterverhältnisse vorbereitet. Nach der Landung stieg ich aus, legte den Fallschirm ab und musste grinsen. Einen Dank möchte ich an dieser Stelle an den tollen Windenfahrer für die angenehmen Starts aussprechen! Nach der A-Prüfung habe ich nun insgesamt 18 h Flugzeit mit der D-4778 zu verzeichnen.

Nachdem eine ganze Horde Piloten auf mich zugelaufen kam, wurde mir die A-Anstecknadel mir übergeben, ich wurde beglückwünscht und ich bekam einen schönen Strauß mit Brombeeren geschenkt. Auch unsere Gastpiloten aus den Niederlanden gratulierten mir herzlichst. Abends, als wir den Tag mit einem Feierabendgetränk gemütlich ausklingen ließen, wurde ich in die Kunst des Flaschenöffnens eingeweiht. Ich bin glücklich und dankbar für die gemachten Erfahrungen und werde diesen Tag niemals vergessen! Ein Dank geht an alle Beteiligten und vor allem an meine Ausbilder, die mich in jeder ‘Flug‘-lage unterstützten.

Yolantha Remane; Wolfsburg, den 30.07.18

 

 

 

    

IACE 2019 – jetzt eure Chance sichern!

Dezember 8th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in International Air Cadet Exchange - (0 Comments)

Es ist soweit, der IACE geht in die nächste Runde! Die Ausschreibung für 2019 ist verfügbar unter IACE Ausschreibung 2019, sichert euch jetzt euren Platz!

Ihr kennt den IACE noch nicht und wollt wissen, worum es geht?! Hier findet ihr alle Infos und in unserem Blog findet ihr die spannenden Beiträge der letzten Jahre!

Mein schönster Tagebucheintrag

Dezember 8th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

22. April 2018, 04:00 UTC Uhr morgens: Ein außergewöhnlicher Flugtag beim Aero-Club Rhein-Nahe in Langenlonsheim bei Bingen. Es war noch dunkel und den leichten Dunst in der kühlen Luft konnte man noch nicht als Nebel bezeichnen, jenen Nebel, der auf unserem Flugplatz aufgrund der Lage direkt an der Nahe durchaus häufiger vorkommt. Aber schon bald fingen die Hauben und Tragflächen der vier aufgebauten und gecheckten Segelflugzeuge an, zu beschlagen. Im Scheinwerferlicht der Autos zog immer mehr Bodennebel auf, also hieß es für unser geplantes Sonnenaufgangsfliegen abwarten und Kaffee trinken. Leider hat sich der Nebel zu lange gehalten, sodass unser Sonnenaufgangsfliegen (wortwörtlich) ins Wasser fiel. Da wusste ich noch nicht, dass meine Enttäuschung über den unglücklichen Beginn des Flugtages nur von kurzer Dauer sein sollte.
22 April, 07:15 UTC: Ich sitze das erste Mal an diesem Tag im Cockpit. Nach einer gut gelungenen Platzrunde fragte mich mein Fluglehrer Rainer, wie ich mich so fühlte. Ich ahnte natürlich den Grund der Frage, aber keine Frage – mir ging‘s gut! Nach einer weiteren Platzrunde wurde es offiziell, ich sollte „freigelassen“ werden. Dann spürte ich doch die Aufregung, was aber mehr einer freudigen Erwartung entsprach. Nach einem weiteren Start mit Rainer, der eine (nicht ganz unerwartete) Seilrissübung enthielt, dauerte es über drei lange Stunden, bis Sascha, der zweite Fluglehrer, eintraf. Meine Aufregung war jetzt doch recht groß geworden, sodass ich beim Überprüfungsstart mit der ASK21 eine nicht ganz so elegante Landung hinlegte. Also noch ein Start mit Fluglehrer. Diese Landung war immerhin in Ordnung. Die beiden Fluglehrer berieten sich erstmal und der Kloß in meinem Hals erreichte sein höchstes Volumen erreicht. Auch das Zurückholen eines anderen Fliegers konnte nicht wirklich ablenken. Wieder beim Startbus verkündeten Rainer und Sascha, dass ich bereit sei für meinen ersten Alleinflug. Mir fiel ein Stein vom Herzen.
Bevor dann, nach gewohntem Startcheck, die Haube zuklappte, bedachten mich die Fluglehrer noch mit letzten Tipps und ermutigenden Worten.
Immer noch 22.April, jetzt 12:32 UTC: Es war soweit, endlich vollkommen alleine in der startbereiten ASK21, aber wie Startbereit ICH war – FRAGEZEICHEN? Rational wusste ich, dass ich eine Platzrunde locker ohne Hilfe fliegen konnte; aber die Emotionen ließen mein Herz schneller schlagen. Die gewohnte Absicherung fehlte. Doch jetzt war Konzentration angesagt. Schon hörte ich im Funk: „Seil straff – fertig“ und spürte den leichten Ruck des Anschleppens. Die ASK 21, einsitzig, stieg! In Gedanken sagte ich mir immer wieder auf, worauf ich achten sollte. Kein Flügel hing, kein Kavalierstart, nur die Fahrt war etwas hoch. Der Windenfahrer gab ordentlich Gas und wollte mir wohl ein längeres Freifliegen gönnen. Nach dem Ausklinken lief eigentlich alles wie gewohnt, abgesehen von dem Dauergrinsen in meinem Gesicht und dem neuen Hochgefühl. In der Luft blieb mir leider viel zu wenig Zeit, bis ich schon wieder mit der Landeeinteilung beginnen musste. Beim Landeanflug konzentrierte ich mich wieder besonders und murmelte Details, glaube ich, teilweise vor mich hin. Die Landung war wirklich OK. Nach dem Ausrollen hörte ich im Funk Musikfetzen – wohl ein kleiner Scherz zur Feier des Tages. Alle Anwesenden gratulierten nur kurz, dann durfte ich direkt wieder in die Luft. Nach zwei Platzrunden, bei denen die letzte Landung dann auch wirklich schön war, war der Tag für mich zu Ende, zumindest fliegerisch. Vorm Einräumen gab es dann die altbekannte Zeremonie – mit Brennnesseln, Nahewasser und reichlich A-Schwingen. Puh – war ich froh, dass nicht auch noch die beiden Schmiede aus unserem Verein dabei waren. Mein Vater küsste mich stolz.
Dieser 22. April 2018 war für mich ein Tag mit vielen Auf- und Abs, emotional und physisch. Ein ganz besonderer Tag auch in meinem Tagebuch. Ein Tag, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die leichte Aufregung und Anspannung beim Anschleppen geht hoffentlich nie verloren – genauso wenig wie die Begeisterung an Fliegen und Flugplatzleben.

Bericht: Greta Marie Waltenberg

 

IACE 2018 Belgien

Dezember 8th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in International Air Cadet Exchange - (0 Comments)

Im Rahmen des diesjährigen International Air Cadet Exchange waren wir, Jonas Hildebrandt und Laura Nicolay, in Belgien.

Schon die Anreise stellte den ersten Höhepunkt dar. Statt normal für einen Linienflug einzuchecken ging es für uns zum GAT am Frankfurter Flughafen. Dort wartete auf uns ein Embraer der Belgischen Luftwaffe. Mit diesem ging es über das Britische Northolt nach Belgien. Nach dem Bezug der Unterkünfte in der Kaserne Beauvechain haben wir den Tag mit einen BBQ ausklingen lassen.

In den ersten Tagen haben wir Nord-Belgien besucht. In Brügge erlebten wir eine Bootsfahrt auf den Kanälen. Am darauffolgenden Tag waren wir in der Gegend um Ypres mit den bekannten Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges. In Antwerpen empfing uns der Bürgermeister.

Nachdem wir eine kulturreiche erste Woche hinter uns hatten, sind wir über das Wochenende zu Gastfamilien gereist und hatten dort Zeit, das Familienleben kennenzulernen sowie ein wenig zu entspannen.

In der zweiten Woche standen gleich mehrere Höhepunkt an. Unter anderem ein Segelflug am Flugplatz von Bertrix. Dort konnten wir Einblicke in den Flugbetrieb der Belgischen Air Cadets bekommen, sowie selbst fliegen. Anschließend besichtigten wir das Euro Space Center und lernten Weiteres über Weltraum-Missionen der USA, Europa und der ehemaligen Sowjetunion.

 

Am darauffolgenden Tag besuchten wir in Brüssel die Polizeifliegerstaffel. Dort bekamen wir exclusive Einblicke in die Technik und Arbeitsweise der Belgischen Polizeipiloten.

Nach einem kurzen Mittagessen ging es weiter zum 15th Wing der Belgischen Luftstreitkräfte, dabei handelt es sich um ein Transportgeschwader. Dieses ist unter anderem zuständig für den Transport von Politikern mit Embraer Flugzeugen oder den Truppentransport von Soldaten, insbesondere mit C 130-Flugzeugen. Eines dieser Flugzeuge konnten wir auch besichtigen und sogar auf den Tragflächen laufen, da es sich gerade in einem Wartungsdock befand. Ein einmaliges Erlebnis!

Die Woche wurde mit einem weiteren Highlight abgeschlossen- Flug im Hubschrauber A109. Dabei zeigte uns der Pilot das Leistungsspektrum seines Helikopters. Von Tiefflügen in 15 m Höhe bis zu Steilkurven war alles dabei. Einen zweiten Segelflug-Tag  verbrachten wir auf dem Flugplatz in Weelde. Auf der nahe gelegenen Airbase Kleine Brogel  hatten wir die Gelegenheit belgische F 16 Kampfflugzeuge im  Flugbetrieb zu beobachten. Das Vibrieren des Bodens beim Start der F16 war ein unbeschreibliches Gefühl.

Zum Abschluss hatten wir noch einmal die Ehre, mit dem Embraer der Belgischen Luftwaffe nach Frankfurt geflogen zu werden. Was bleibt sind viele tolle Erinnerungen und Freundschaften!

IACE 2018 Niederlande

Dezember 8th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in International Air Cadet Exchange - (0 Comments)

„Welcome to a world of friendship and aviation!”

Unter diesem Motto hatte ich im Juli 2018 die Möglichkeit als Air Cadet Deutschland in den Niederlanden zu vertreten. Und diese Freundschaft und Luftfahrtbegeisterung konnte ich definitiv erleben!

Der International Air Cadet Exchange ist ein seit 1946 bestehendes internationales Austauschprogramm für luftfahrtbegeisterte, engagierte Jugendliche. Es ermöglicht einen zweiwöchigen Aufenthalt in einem Partnerland, voll mit kulturellen und vor allem fliegerischen Programmpunkten in einem internationalen Umfeld. Ich habe über meine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt von dem Programm erfahren. Neben der DGLR als zivilem Partner unterstützen vor allem die Bundeswehr und die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie den IACE in Deutschland. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind ein ansprechendes Motivationsschreiben und Empfehlungsschreiben, welche die Begeisterung und das Interesse des Bewerbers für die Luftfahrt darlegen, sowie Zertifikate über besonderes Engagement und ein Lebenslauf. (mehr …)

Einer der jüngsten Flugschüler in Deutschland

Dezember 5th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

Mit 14 Jahren ist Elis Klemer aus Münsingen einer der derzeit jüngsten Segelfliegerschüler in ganz Deutschland. Erste Alleinflüge mit weicher Landung und anschließendem Fliegerritual auf dem Flugplatz Münsingen-Eisberg

Münsingen. „Richtig und fest angeschnallt? Frequenz und Lautstärke des Funkgeräts geprüft? Auf Startunterbrechung vorbereitet?“, so ging Elis Klemer seine Checkliste im Segelflugzeug durch. „Jetzt machst du einen Start alleine, ohne mich“, war die Anweisung des Fluglehrers. Der Fluglehrer hieß an diesem Tag Uli Schwenk, amtierender Vizeweltmeister im Segelfliegen und ehrenamtlicher Fluglehrer im Luftsportverein Münsingen-Eisberg. Nach über 40 Starts und Flügen mit Fluglehrern war nun der Augenblick gekommen, auf den jeder Pilot wartet: Der erste Alleinflug! Der 14-Jährige schnallte sich an, machte die Haube zu und klinkte das Schleppseil ein, das das ziehende Motorflugzeug, genannt Schleppflugzeug, mit dem Segelflugzeug verbindet. Uli Schwenk hielt den Flügel und hob den Arm, ein Zeichen für den speziell ausgebildeten Schlepp-Piloten Philipp Ilg, dass er langsam anschleppen konnte, bis das Seil sich spannt. Dann war der Moment gekommen, der Arm senkte sich auf die drei Uhr Position und der Schlepppilot gab Vollgas. Der Motor der ziehenden weißen Ultraleichtmaschine „WT9 Dynamic“ brummt auf und es ging los… Die zwei Flugzeuge rollen an, hoben schon nach etwa 200 bis 300 Metern ab und flogen in den Himmel.

Das Hochziehen des Segelfliegers, der sogenannte „Schlepp“, dauerte nur etwa fünf Minuten, dann klinkte Elis Klemer aus und flog nun allein wieder in Richtung Flugplatz. Ein besonderes Gefühl für den Jungpiloten! Seit er 9 Jahre alt ist, kam Elis Klemer regelmäßig auf den Flugplatz und durfte auch schon häufig mitfliegen. In diesem Sommer konnte er nun vorne auf dem Pilotensitz Platz nehmen und mit Fluglehrer hinten drin „schulen“, also Flugunterricht nehmen. Jetzt ist er alleine im Flugzeug, ein besonderes Etappenziel. Nach kurzer Zeit hatte der Jungpilot noch eine Höhe von etwas mehr als 250 Meter über dem Flugplatz und so flog er noch einen Kreis, der ihn auf etwa 200 Meter brachte. Anschließend drehte er sich, wie häufig vorher geübt, korrekt in den Gegenanflug, was bedeutet, dass man parallel zur Landebahn fliegt. Dort meldete Elis Klemer regelgerecht per Funk: „Die Delta-2135 ist im rechten Gegenanflug auf die 08“….für Laien heißt das, dass sich der Pilot beim Flugleiter (also dem Fluglotsen des Flugplatzes) mit seiner Flugzeugkennung D-2135 meldet, und mit der Zahl „08“ die gewünschte Landerichtung (Landebahnrichtung 80 Grad, also Richtung Münsingen), durchgibt. Danach erhöhte Elis Klemer seine Geschwindigkeit ein wenig, sodass er, wie gefordert, etwa 90 Km/h schnell war und ließ den Flugplatz etwas rechts hinter sich liegen. Jetzt flog er eine 90 Grad Kurve. Er drehte in das letzte Stück ein, das sogenannte Endteil des Landeanflugs.

Da er noch etwas zu hoch war, nutzte er seine Bremsklappen, um Höhe zu verlieren. Anschließend flog er über die quer zur Landebahn verlaufende weiße Markierung, setzte „butterweich“ auf und kam nach etwa 100 Metern zum Stehen. Elis Klemer stieg mit einem großen Lächeln auf dem Gesicht aus dem Flugzeug. Den Eltern fielen natürlich auch ein paar Steine vom Herzen: „Ja, ich gebe gerne zu, dass ich feuchte Hände hatte und aufgeregt war,“ sagte Andrea Klemer, Elis Mutter, nachdem sie ihm gratuliert hatte. Einige Helfer kamen gelaufen, um das blau-weiße Segelflugzeug des Modells ASK13 zurück zum Start zu schieben. Der Alleinflug zählt offiziell erst nach dem dritten Alleinflug als „bestanden“. Der frisch gebackene Pilot stieg also gleich wieder ein und startete und landete noch zweimal ohne Probleme.

Nach dem letzten Alleinflug gratulierten ihm seine Fluglehrer, die ihn bisher geschult haben, sein Ausbildungsleiter Jürgen Kleber, weitere Piloten, Mitglieder und Wegbegleiter des Vereins und natürlich seine stolze Eltern, Andrea und Michael Klemer, sowie die jüngere Schwester Lavinia. Dann folgte das Erstflug-Fliegerritual der Segelfliegerpiloten, das darin besteht, einen Dornen- und Brennesselstrauß überreicht zu bekommen, sinnbildlich dafür, um später den Steuerknüppel mit der notwendigen Sensibilität und Achtsamkeit in der Hand zu halten.

Zusätzlich bekommt man von allen Anwesenden einen Klapps auf den „Hintern“… Letzteres damit man zukünftig mehr Gefühl für das Fliegen mitbringt, z.B. um die Thermik besser zu spüren. „Diese Feinfühligkeit macht einen guten Piloten aus: Sinne nutzen, wahrnehmen, fühlen und sehen“, erläutert Fluglehrer Uli Schwenk dieses Ritual und ergänzt „Die Feinfühligkeit wird besonders beim Segelfliegen geschult, wo es keinen Lärm und keine motorenbedingte Vibrationen gibt.“ Gerade beim Segelfliegen ist daher das „Eins werden“ mit der Natur im Himmel möglich. Der erste Alleinflug ist wohl für jeden Piloten der wichtigste Tag in seiner Fliegerkarriere, an den er sich sein ganzes Leben lang erinnern wird. Niemanden mehr als sich selbst im Flugzeug zu haben, vollkommen frei im Himmel zu schweben und eine scheinbar grenzenlose Freiheit zu spüren, ist ein unvergleichliches Gefühl!

 

Für Elis Klemer, Schüler einer 9. Klasse an der Gustav-Mesmer-Realschule in Münsingen, heißt es nun aber erstmal, über den Winter Theorie für die anstehenden Prüfungen zu lernen und in der Werkstatt mitzuhelfen die Flugzeuge zu warten. Mit 16 Jahren kann ihm dann bei Bestehen aller Prüfungen der Segelflugschein ausgestellt werden. Gefragt nach seinem Berufswunsch sagt er „Natürlich Fluglotse oder Pilot!“… was bei so einem besonderen Hobby wahrlich nicht überrascht!

Bericht: Elis Klemer

 

Mein Freiflug!

November 6th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

Die Faszination der Fliegerei fing bei mir schon von klein auf an. In dem Flieger Comic „Rex Danny“, welches mein Vater in seiner Jugendzeit gesammelt hatte, bestaunte ich die Abenteuer des Testpiloten. Auf jedem Flug in den Urlaub, war es mir wichtig am Fenster zu sitzen. Während anderen bei Turbulenzen schlecht wurde, freute ich mich die Tragflächen wackeln zu sehen.
Da man heutzutage als Jugendlicher mit möglichen Hobbys bombardiert wird, verzögerte sich die Erfüllung meines Traumes, einmal allein fliegen zu können, bis ins Studium. Ende Mai 2017 wurde ich nach einem Gespräch über die Fliegerei von einem Kommilitonen gefragt, ob ich nicht einmal Lust hätte, ihn auf dem Segelflugplatz in Braunschweig zu besuchen. Gesagt, getan. Ein Start in einem DuoDiscus reichte vollkommen, um nun endlich den Funken überspringen zu lassen. Ich wollte fliegen lernen.
Zu diesem Zeitpunkt wohnte ich in Wolfenbüttel und entschied ich mich deshalb im Herbst dazu der LSG Wolfenbüttel beizutreten. Der Winter war von interessantem Theorieunterricht und Winterarbeit an den Flugzeugen geprägt. Mit viel Hintergrundwissen und einer starken Ungeduld, ging des dann Ende April los, denn unsere Wiese war endlich trocken.
Der erste Start! Die erste Landung! Checklisten, Seilrisse, Lepo fahren, all das wurde nach und nach zur Routine. Neben der Fliegerei an sich, lernt man natürlich auch andere Flugschüler kennen und schließt neue Freundschaften. Mit 21 Jahren gehört man ja fast zu den älteren Flugschülern, aber das merkt man beim Routinebetrieb gar nicht, den da ist man eine Einheit. Ebenfalls ist und bleibt Segelfliegen eine Vereinssache und daher sind auch die Grillabende nicht wegzudenken. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist aus meiner Sicht auch die Wissenweitergabe von älteren Vereinsmitgliedern. Hier lernt man viel, sei es schweißen, Stühle leimen, an Fahrzeugen herumschrauben oder auch für viele jüngere Flugschüler interessant, das Autofahren. Die Eltern wird der geringe Fahrschulpreis freuen.
Mitte Juni war es dann soweit. Dank des extrem guten Wetters, war fast jedes Wochenende fliegbar gewesen und nach 50 Landungen hatte ich meine A-Prüfung bestanden. Mit dem klassischen Diestelstrauß und einem Eimer kalten Wassers auf den Allerwertesten gratulierten die Familie und der Verein.
Der Flug ohne Motor ist für mich die beste Art zu fliegen. Man bewegt sich nur mit der Energie der Natur und kann so ohne Probleme mehrere Stunden in der Luft bleiben. Keine Co2 Emissionen während des Fluges. Den Planeten freuts und mich persönlich lockt eine Herausforderung. Wo steht der beste Aufwind? Wie kann ich fliegen um sicher zum Platz zurück zu kommen?
Ich sehe mein Augenmerk in Zukunft auf dem Streckenflug und hoffe meinen Schein im Sommer 2019 erhalten zu können.

Bericht: Ives Bartels