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Frauen im Luftsport

April 10th, 2021 | Posted by Julia in Frauen im Luftsport - (0 Comments)

„In unserem Verein werden Frauen eher bevorzugt“. „Selbstverständlich übernehmen Frauen bei uns wichtige Aufgaben, die den Verein fördern“.

Obgleich die von der Gesellschaft vermittelten Rollenbilder heut zu Tage immer weiter durchbrochen und neu definiert werden, haben weibliche Personen im Luftsport ein unterschiedliches Ansehen. Darüber hinaus sind in der Fliegerei verhältnismäßig wenige Frauen aktiv. Doch jeder Verein handhabt das Thema auf seine Weise, weshalb man als Frau grundsätzlich eine extra Portion Selbstbewusstsein braucht. In manchen Vereinen regen Frauen aufgrund ihrer Unterzahl im Luftsport die Aufmerksamkeit oftmals auf sich und werden zudem unterschätzt. Sätze wie: „Lass mich das besser machen, ich habe mehr Kraft“ sind dabei keine Seltenheit. Somit schreibt man ihnen Eigenschaften wie Schwäche und Unterlegenheit zu. Auf der anderen Seite ist die Frau in vielen Vereinen emanzipiert und übernimmt diverse Aufgaben. Auf diese Weise haben beide Geschlechter den selben Stellenwert und niemand wird benachteiligt. Um dem Mangel an Luftsportlerinnen entgegen zu wirken, bieten Vereine vielfältige Möglichkeiten, um die Fliegerei ebenfalls für diese attraktiv zu machen.

Im Verlauf der letzten Jahre haben immer mehr Frauen den Luftsport für sich entdeckt und ihn zu ihrem zentralen Hobby ernannt. Wenn dies in Zukunft weiterhin seinen Lauf nimmt, sind Frauen vielleicht ganz bald, auch ohne all zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ein größerer Bestandteil des Luftsportes.

 – genau diesen Satz habe ich mir vor meinem ersten Fallschirmsprung auch selber eingeredet.
 
So sehr Fallschirmspringen jetzt auch innerhalb meiner Comfort Zone liegt, das erste Mal hat schon Mut gekostet. 😅 Heute möchte ich euch meinen Weg zum Fallschirmsport erzählen und die meist gestellte Frage beantworten:
 
Wie viel kostet Fallschirmspringen? 💸
 
Ich hab, wie wahrscheinlich viele, den Traum gehabt nach meinem Abitur Neuseeland und Australien zu bereisen. Bis zu meinem 20. Geburtstag dort hatte ich noch nie in meinem Leben darüber nachgedacht einmal aus einem Flugzeug zu springen. Gemacht habe ich das tatsächlich nur, weil es eine Freundin von mir dort unbedingt machen wollte. Also saßen wir eines Tages zusammen am Strand und haben auf unseren Handys nachgesehen wann und wo man am besten einen Tandemsprung machen kann. Die Wahl fiel auf den 11.11.2018 (was tatsächlich genau mein 20. Geburtstag war) in Taupo (Nordinsel NZ). Dort angekommen waren wir beide relativ gelassen, nicht nervös, aber gespannt auf das was gleich kommen würde. Nach einer kurzen Einweisung am Boden ging es auch schon los. Es war herrlich warm, die Leute dort waren unglaublich nett und ich habe mich zu keiner Sekunde in Gefahr gefühlt. Mit dem Flugzeug ging es auf 12k feet, dann öffnete sich die Tür und meine Freundin und ihr Tandemmaster sprangen zuerst und ich mit Meinem ein paar Sekunden später. Von dieser Absprunghöhe dauert der freie Fall ungefähr eine Minute. Freifallend war mir sofort klar, dass ich mich grade komplett und unaufhaltsam schockverliebte, in das was ich da grade tat. Als anschließend der Fallschirm problemlos geöffnet wurde und ich eine atemberaubende Sicht über den Lake Taupo hatte, sagte ich zu meinem Tandemmaster, dass ich die Ausbildung dazu anfangen werde. Genau das tat ich dann auch zwei Wochen später.
 
 
Ich kann sagen, dass Fallschirmspringen definitiv nicht das günstigste Hobby ist, leider. Der Sprit fürs Flugzeug muss bezahlt werden, an den meisten Flugplätzen fallen auch für jedes Mal, wenn das Flugzeug nach oben fliegt und wieder landet, Gebühren an. Ein Fallschirmsystem ist komplex und besteht aus verschiedenen einzelnen Komponenten, die alle ihren Wert haben. Wenn mich jemand nach dem finanziellen Aspekt meines Hobbys fragt, vergleiche ich das finanziell manchmal mit dem Pferd meiner Schwester. Da fallen auch Stallmiete, Tierarztkosten, Material, Futter und vieles mehr an. Auf einen längeren Zeitraum gerechnet kommen wir beide da auf eine ziemlich ähnliche Summe.
 
Was beim Fallschirmspringen definitiv erstmal sehr ins Portemonnaie fällt ist die Ausbildung und die Anschaffung des eigenen Materials, sprich der Fallschirm, der Helm, die Kombi, der Höhenmesser, etc. Für die Ausbildung kann man mit ungefähr 2000€ rechnen, für das erste Fallschirmsystem ca. bis zu 5000€. Danach zahlt man an deutschen Sprungplätzen in der Regel um die 30 Euro pro Sprung aus 4000 Metern Höhe.
 
An den meisten Sprungplätzen tummelt sich ein buntes Vereinsleben, was für die Mitglieder meisten günstigere Sprungpreise bereitstellt.
Zur Zeit wohne ich in der Nähe von Hannover und bin auch in einem Skydive-Verein. Unsere Sommerabende klingen häufig am lodernden Lagerfeuer aus und unsere zwei großen Partys im Jahr sind definitiv Gründe sich freizunehmen (am besten auch noch am Tag danach 🍻).
Mittlerweile ist die Anzahl meiner Fallschirmsprünge in meinem Logbuch dreistellig und verliebt bin ich immer noch 🥰
 
Julia Schwalenberg
 
 
Ihr habt Fragen an Julia? Dann schreibt ihr doch eine Mail an: 
 
 
 
Ein Satz, der mir in den letzten Jahren ziemlich häufig begegnet ist und ich muss zugeben – das stimmt.
 
Ich heiße Julia, ich bin 22 Jahre alt und bin ich Fallschirmspringerin. In den nächsten Tagen werdet ihr hier ein paar Post und Storys von mir sehen, um euch den Fallschirmsport etwas näher zu bringen. Ich werde versuchen euch das Gefühl des freien Falls zu erklären, mit euch meinen Weg zum Fallschirmspringen teilen, Fragen beantworten und was auch immer mir sonst noch so einfällt.
 
 
 
 
Aber beginnen wir erstmal damit, was Fallschirmspringen überhaupt ist und warum man es als Sport bezeichnen kann. Fallschirmspringen (oder auch Skydive genannt) ist deutlich mehr als sich aus einem Flugzeug fallen zu lassen und von einem Fallschirm zu Boden getragen werden. Du musst lernen zu fliegen. Es braucht ein gewisses Maß an Technik und Körperspannung, um von der kommenden Luftanströmung nicht durch die Gegend gewirbelt zu werden. Du brauchst ein umfangreiches Theoriewissen, um zu verstehen wie der Fallschirm funktioniert und wie du dich in Notsituation verhalten musst, damit du dennoch sicher am Boden ankommst. Du musst lernen dich kontrolliert durch die Luft zu bewegen, um sicher mit anderen Leuten in Gruppen oder Formation zu springen. Du musst lernen wie man einen Fallschirm ordentlich wieder zusammenpackt, damit man wieder springen kann, denn mit jedem Sprung gewinnst du an Erfahrung dazu. ✈️
 
 
 
Für mich bedeutet Fallschirmspringen jedoch noch viel mehr als das. Ich verbinde damit Freundschaften, lange Abende am Lagerfeuer, Urlaube und Reisen in andere Länder und zu anderen Sprungplätzen und das grenzenlose Gefühl von Freiheit.
 
STAY TUNED FOR MORE!! 
 

Der Traum vom Fliegen ist wohl so alt wie die Menschheit und eint Nationen und Kulturen weltweit. Bevor dieser Traum allerdings umgesetzt werden konnte, bereitete er zunächst Kopfzerbrechen, schlaflose Nächte und spornte zu waghalsigen Unternehmungen an. Wer heute geradezu selbstverständlich „abhebt“, tut dies auch getragen auf den Schwingen derer, die mit großem Enthusiasmus, Einfallsreichtum und Mut an der Verwirklichung dieses Traums arbeiteten.

Insbesondere für Frauen hieß die Erfüllung dieses Traums lange Zeit jedoch mehr als nur die Gesetze der Physik zu überwinden. Es ist noch nicht lange her, da galten Frauen im Luftsport als exotische Randerscheinung und darüber, wie erwünscht ihre Teilhabe gewesen sein mag, lässt sich bestenfalls spekulieren. So spiegelt die Geschichte des Treffens deutscher Luftsportlerinnen auch die Entwicklung des Frauensegelfluges in der BRD wieder und sie beginnt unter anderem mit dem Wunsch einer jungen Frau nicht nur teilnehmen zu dürfen, sondern, getragen von ihrer Leidenschaft für den Flugsport, auch mitgestalten zu können.

Die damals erst 16 jährige Ingrid Blecher beginnt 1961 als einziges Mädchen im Club mit dem Segelflug und entwickelt sich schnell zu einer ehrgeizigen und erfolgreichen Pilotin. Durch zahlreiche Rekorde und beachtenswerte Wettkampfleistungen erlangt sie zudem bald über ihren Heimatflugverein auf der Eisernhardt bei Siegen hinaus Bekanntheit. Durch ihre vielzähligen Reisen knüpft sie Kontakte zu anderen Pilotinnen, die sich wie sie in einer Sportart, in der Frauen noch stark unterrepräsentiert sind, etablieren möchten und die allen Widerständen zum Trotz einfach mehr wollen.

1974 reift die Idee, ein Treffen mit dem Zweck der Förderung von Segelfliegerinnen ins Leben zu rufen und das erste Treffen dieser Art findet schon bald darauf im März 1975 auf dem Flughafen Siegerland statt. Was vor 45 Jahren im überschaubaren Kreis begann, hat sich bis zum heutigen Tag zu dem Fliegerinnentreffen in Deutschland entwickelt. Während damals 26 Frauen und Fred Weinholtz, damaliger Vorsitzender der Bundeskommission Segelflug, die Zukunft des Frauensegelflugs vordenken, vereinen die heutigen „Hexentreffen“ jährlich mehr als 120 flugsportbegeisterte Teilnehmerinnen.

Ingrid Blechers Teilnahme am 2. Internationalen Damen-Segelflugwettbewerb in Polen befeuert durch den Kontakt zu den bereits in Trainingslagern organisierten „Ostblockmädchen“ den sportlichen Ehrgeiz. Sie hat bei ihrer Rückkehr nicht nur neuen Enthusiasmus im Gepäck, sondern auch der Name „Hexentreffen“ wird in Anlehnung an den „Baba Jaga Club“ etabliert.

Der Leistungszuwachs im Frauensegelflug ist danach kaum mehr zu bremsen. Das beschwingte Engagement und die Vernetzung in den Hexentreffen schafft schon bald die Grundlage für die erste deutsche Segelflugmeisterschaft der Frauen (1979), die Einrichtung von Trainingslagern und Bildung der 1. Nationalmannschaft. Bereits 1980 scheint sich der Wunsch nach gleichberechtigter Teilhabe am Flugsport erfüllt zu haben, was die Notwendigkeit der Hexentreffen durchaus hätte in Frage stellen können. Doch die geknüpften Bande halten und bis heute ist kein Ende der Treffen in Sicht.

Seither wechseln sich Pilotinnen deutschlandweit als Gastgeberinnen ab und jedes Jahr besteht die Möglichkeit, in spannenden Vorträgen, Diskussionsrunden und Aktivitäten rund um den Luftsport die Begeisterung und die Liebe zur Fliegerei zu teilen und zu feiern. Die jährlichen Treffen bieten dabei Hexen aller Luftsportarten die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen und sich über spannende Themen wie z.B. Flugzeugbau, Wettkampf und Reisen auszutauschen.

Vom 24. bis 26. Januar 2020 wird wieder ein Treffen stattfinden. Katharina, Tanya und Edith vom Kurhessischen Verein für Luftfahrt freuen sich auf ein Wiedersehen in Marburg, einer der ältesten Universitätsstädte Deutschlands.

Anmeldung bitte auf der Webseite: hexentreffen2020.jimdosite.com

Hexentreffen 2019

August 23rd, 2018 | Posted by Julia in Frauen im Luftsport - (0 Comments)

Kennt ihr schon das neue Video vom Hexentreffen 2019?

Klickt hier und kommt direkt zum Video

Vom 25.-27.01.2019 laden die UL-Pilotinnen Denise, Nancy und Lisa alle deutschen Luftsportlerinnen zum 45. Hexentreffen ins sächsische Elbflorenz, Dresden.  Unter dem Motto „Wir lieben Fliegen…egal womit!“ hat sich das Dreiergespann ein spannendes Programm für die Teilnehmerinnen einfallen lassen, das nicht nur das Pilotinnenherz höher schlagen lässt, sondern allen Ladies auch die Facetten der Landeshauptstadt näher bringen wird.

Nach Anreise am Freitag in der Cityherberge werden alle Mädels bei einem entspannten Kennenlernabend in der nahegelegenen Dresdner Neustadt begrüßt. Für den traditionsreichen Programm-Samstag konnten die drei Organisatorinnen den Dresdner Flughafen als Schirmherren gewinnen – im Terminal Lounge Bereich mit Blick auf das Vorfeld werden am Vormittag abwechslungsreiche Vorträge zu unserem Lieblingsthema Fliegen gehalten. Im Anschluss besteht für die Teilnehmerinnen die Möglichkeit u.a. die Airbus Werft, eine Boeing 737 oder den Flughafen selbst hinter den Kulissen zu entdecken. Der Samstagabend ist wie gewohnt dem Hexensabbat vorbehalten.

Am Sonntag heißt es dann auf den Spuren von August dem Starken zu wandeln und die Residenzstadt Dresden in kleiner oder großer Manier kennenzulernen.

Für das Wohl der Mädels wird rundum gesorgt – außerdem erwarten alle Teilnehmerinnen viele kleine und große Überraschungen!

So bleibt jetzt nur noch zu sagen: schnell anmelden und dabei sein!!!

Das konkrete Programm und aktuelle News findet ihr unter: hexentreffen2019.jimdo.com oder auf Facebook auf Hexentreffen 2019.

Die Luftsportjugend hext mit!

Januar 29th, 2018 | Posted by Julia in Frauen im Luftsport - (0 Comments)

Auf dem diesjährigen Hexentreffen in Aachen hat die Luftsportjugend mitgezaubert und neue Projekte und Veranstaltungen vorgestellt.

Die stellvertretende Bundesjugendleiterin Madleen Fernau hat ein FlyIn angekündigt. Hier sollen Luftsportlerinnen und Luftsportler zum Thema Luftfahrt, Karriere und Wirtschaft bei Avieur in Eisenach informiert werden und sich gleichzeitig vor Ort vernetzen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben – auf ein tolles Event im Herbst können wir uns also schon freuen!!

Vorher sehen wir aber schon ein wenig Magie der Fliegerei auf der AERO in Friedrichshafen. Die Luftsportjugend hat sich hier mittlerweile als fester Bestandteil des DAeC Standes etabliert und wird wieder im Bereich der Nachwuchsförderung tätig sein. Mit einem Balsagleiterbau und täglichen Weitwurfwettbewerben, sowie mit einem Ballonkorb zum Projekt Hörfahrt! (NEU!!!)

Klingt interessant?? Na dann ab zur AERO und besucht die Luftsportjugend am Stand!

Auch im Bereich der Qualifizierung wird gezaubert. Dieses Jahr wird es einen Jugendleiter-Kompaktlehrgang, sowie einen Jugendleiter Auffrischer Lehrgang geben. Hier werden durch professionelle Referenten Jugendleiter geschult. Das besondere ist hier fliegerische Bezug in Kombination zur Qualifizierung zur Juleica (Jugendleiter in Card). In vielen Landesverbänden ist die JuLeiCa bereits Pflicht um als Jugendleiter aktiv zu werden – also Ohren auf und anmelden! 😉

Vor zwei Jahren war es nur eine Idee, mittlerweile ist es ein fester Termin!

Das Jugendlager (JuLa) kommt nach Deutschland! Nach dem Schweizer Vorbild geformt, begrüßt die Luftsportjugend im Jahr 2019 75 – 100 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet!

Eine Woche Spaß und Information rund um die Luftfahrt und deren Karrieremöglichkeiten wird geboten. Mehr Info´s dazu bald auf der Website der Luftsportjugend.

Insgesamt haben dieses Jahr sehr viele junge Hexen zugehört, was die Luftsportjugend besonders freut und natürlich auch Motivation für mehr „Magie“ im Bereich der Nachwuchs- und Jugendförderung bedeutet!

Wir sind gespannt!!

Bis dahin!   *hexhex*

44. Hexentreffen

Januar 29th, 2018 | Posted by Julia in Frauen im Luftsport - (0 Comments)

Das 44. Hexentreffen fand dieses Jahr in der Fachhochschule Aachen statt. Vom 26. – 28. Jan. 2018 trafen sich die Luftsportlerinnen und einige Partner, um sich auszutauschen. Das Treffen stand ganz unter dem Motto:

FLIEGEN – FAMILIE – FORSCHUNG/BERUF:

WIR WOLLEN ALLES!

Am Freitagabend kamen aus der ganzen Bundesrepublik viele luftsportbegeisterte Mädels und Frauen zusammen. In gemütlicher Runde, bei einem kleinen Imbiss, gab es viel Zeit zum Netzwerken und Kennenlernen.

Samstags ging es gestärkt nach dem Frühstück zur Fachhochschule. Dort eröffneten Prof. Dr. Marcus Baumann, der Rektor der Fachhochschule Aachen, Stefan Klett, Präsident des DAeC | NRW e.V. und Hartmut Biebricher, Vorsitzender des Luftsportverein Aachen e.V. das Treffen im Hörsaal.

Wir haben von Prof. Dr.-Ing. Peter Dahmann einen Einblick in die Luft- und Raumfahrttechnik an der FH Aachen bekommen. Sämtliche Labore wie Flugsimulator, Windkanal, Turbinenprüfstand und die Raumfahrtprojekte durften wir besichtigen und Ingenieure zu Ihren Fachbereichen befragen.

Im Verlauf des Vormittags berichteten viele Frauen im Rahmen von Vorträgen über Ihr Berufs-, Privat- und Fliegerleben, wie auch Yvonne Dathe, 4-fache Deutsche Meisterin im Gleitschirmfliegen und Mentaltrainerin unter dem Motto: Ein Leben im Aufwind – Was man von Pilot/innen lernen kann.

Auch Judith Spoerl, Segelfliegerin, Fluglotsin, Buch-Autorin berichtet aus dem Spagat zwischen den Herausforderungen im Cockpit, in der Familie und als Fluglotsin – Multitasking und Teamwork.

Als ehemalige Studentin von der FH spricht Dipl. Ing. Sarah Hamacher über ihren Weg vom Flugplatzkind zur leitenden Ingenieurin in der Hubschrauberwartung. Es ging technisch weiter – Ulf Calsbach berichtet über CAMO und wie diese sich momentan entwickelt.

Susanne Schödel, mehrfache Rekordpilotin und Weltmeisterin im Frauensegelflug, Generalsekretärin der FAI, Vorsitzende des Dr. Angelika Machinek Förderverein Frauensegelflug e.V. (AMF) berichtet aus dem Leben von Angelika. Am Abend fand die Jahreshauptversammlung des AMF statt. Darauf folgte Sabine Theis, Gesamtschuldirektorin, Segelfliegerin und Vorsitzende des Bundesausschuss Frauen und Familie im DAeC. Sie berichtet über aktuelle Aktivitäten.

Madleen Fernau, stellvertretende Bundesjugendleiterin und Ariane Bugdoll-Frost, Jugendr

eferentin der Luftsportjugend, gaben einen kurzen Einblick in die aktuellen Projekten der Luftsportjugend. Das Jula 2019 war dabei das zentrale Thema.

Als Highlight des Tages, wurde die ASW 19, das AMF Förderflugzeug, nach „Swaantje Geyer“, der Spenderin, getauft. Walter Eisele berichtete im Vorfeld der Taufe aus dem Leben der leidenschaftlichen Fliegerin. Für alle Fliegerkameradinnen war dies ein sehr bewegender Moment.

Gestärkt, wurde am Nachmittag im „World-Café“ zum Veranstaltungsmotto: „Fliegen – Familie – Beruf: Wir wollen alles!“ in 4 Gruppen diskutiert. Wie sieht z.B. ein idealer Flugverein aus? Wie wären die Schritte dahin? Eine Lösung, diese Schwerpunkte unter einen Hut zu bringen, wurde auf die Schnelle natürlich nicht gefunden. Die bestehenden Tradition in den Vereinen, die raue Kommunikation, Männer lastige Vereinsstrukturen und schrumpfende Vereine machen es sehr schwer Frauen im Verein zu halten. Parallel lief der Mini-Workshop mit Yvonne Dathe mit dem Thema „Mentales Training: Entscheidungsfindung, Angst, Niederlagen, Resilienz“.

Der traditionelle Hexensabbat wurde im Restaurant Hangeweiher gefeiert. Bei Live Musik und Buffet kam man an großen Tafeln zusammen. Erfahrungen, Wünsche und Ziele wurden in lockerer Atmosphäre ausgetauscht.

Am Sonntag verzauberte uns die sagenhafte Stadt Aachen bei einer Führung im Zentrum rund um Rathaus und Dom. Durch die mythischen Geschichten und die alten und interessanten Gebäude tauchten wir in die Vergangenheit ein.

Das Hexentreffen ist eine Veranstaltung, aus der man viele Informationen, neue Kontakte und die gemeinsame Freude auf die kommende Saison mit den Ladys mitnehmen kann. Das Hexentreffen wächst jedes Jahr und wurde dieses Mal von 125 Luftsportlerinnen besucht. Herzlichen Dank an das Organisationskomitee insbesondere an Dr. Sybille Krummacher, Angelika Rebischke, Katja Roshanian und Prof. Dr.-Ing. Peter Dahmann. Wir kommen gerne einmal wieder in das Zentrum der Luft- und Raumfahrttechnik nach Aachen.

 

 

Anbei einige Bilder der Taufe:

© Cyrill Hertz

 

Seit 2014 bin ich schon begeisterte Segelfliegerin und damit eine der wenigen Frauen auf dem Flugplatz. Ein bisschen einsam bin ich schon manchmal, vor allem weil ich gerne auch mal weiblichere Gesprächspartner und vor allem -Themen hätte. Allerdings habe ich inzwischen eine solide Grundkenntnis über Fußball und Computerspiele erlangt, die ich in den nächsten Jahren bis in den Profistatus ausbauen kann. Nach mir, also seit fast 3 Jahren, ist auch keine einzige Frau dem Flugsportverein Kaiserslautern beigetreten und ich habe mich schon lange nach dem Grund gefragt… bis wir im April dieses Jahres auf der „Nacht, die Wissen schafft“ an der Technischen Universität in Kaiserslautern unseren Astir CS ausgestellt haben, um neue Mitglieder zu werben. (mehr …)

logo-gebirgeFür den weiblichen Streckenflug-Nachwuchs wird ein Gebirgsflugtraining auf dem Flugplatz Lesce Bled vom 09.04. bis 16.04.17 angeboten.

Der Flugplatz Lesce-Bled ist ein kleiner Flugplatz unweit des Luftkurortes Bled im nordwestlichen Teil von Slowenien und liegt nur einige Luftkilometer von Österreich entfernt.

Was wird geboten? :
Unter Leitung von Walter Eisele und weiteren, sehr gebirgserfahrenen Trainern können Pilotinnen hier die ersten Erfahrungen in den Alpen sammeln oder vorhandene Kenntnisse vertiefen.

Da Lesce/Bled eine begrenzte Kapazität hat, bitte zeitnah bei Walter Eisele für die Details melden: we-walter.eisele@gmx.de.
Anmeldung? : bis 31.10.2016 bei Walter Eisele

Weitere Infos und Formulare unter:
www.am-foerderverein.de/training.html

3Es ist nun schon ein Weilchen her, als ich mich nach bestandener Diplomprüfung am Katzentisch in einem muffigen Büro mit zwei grauen Herren wiederfand und mich so gar nicht damit anfreunden konnte, den Rest meines Erwachsenenlebens hier zu verbringen. Da musste es doch noch mehr geben?! Ein Dozent an meiner Fachhochschule hatte hin und wieder vom Segelfliegen erzählt, und irgendwo in der Stadt hatte ich eine Plakatwand mit Bildern von solchen Flugzeugen entdeckt. Beinahe täglich war ich schon als Schülerin am Flugplatz vorbeigekommen. Das ehemalige Militärgelände hinter einem großen Zaun von Gebüsch verdeckt schien mir bis dato uninteressant. Dass man dort mal schnuppern durfte, wusste ich nicht. An einem sonnigen Freitag nach Feierabend radelte ich nach einem langweiligen Bürotag nach Hause, und da waren sie plötzlich über mir: weiße Segelflugzeuge kreisten lautlos am blauen Himmel. Vielleicht war dies genau der richtige Zeitpunkt anzuhalten und doch einmal hinters Gebüsch zu gucken? (mehr …)

ballonNach 7 Jahren Segelflug, bestieg ich im Mai diesen Jahres zum ersten Mal einen Heißluftballon. Zusammen mit meinem Freund und dem Ballonteam Rheine starteten wir direkt hinter meinem Elternhaus südlich der Stadt Rheine in einer Pferdewiese.

Doch vor dem Start musste, wie auch beim Segelfliegen, das Fluggerät gemeinsam aufgebaut werden. Dies ging aber erstaunlich schnell von statten. Nach bereits 20 Minuten Aufbau stiegen wir in die Luft auf eine Reisehöhe von ca. 300 Metern. Der Wind trug den Ballon Richtung Südwest. Anders als beim Segelfliegen verlief die Fahrt sehr viel ruhiger, da man kein Fahrtgeräusch hat. Im Vergleich zum Segelflug konnte man aufgrund der geringen Flughöhe die Landschaft besser beobachten.

Schon frühzeitig bereitete der Ballonfahrer sich auf die Landung vor. Gemeinsam suchten wir nach möglichen Landefeldern in Flugrichtung. Diese Situation kannte ich vom Segelfliegen bereits gut und wusste auf was zu achten war. Allerdings war der Anflugwinkel sehr viel flacher als bei Landungen mit einem Segelflugzeug. Nach einer sanften Landung in hohem Getreide zogen wir den Ballon auf einen anliegenden Feldweg, wo uns bereits das Rückholteam, das uns die ganze Zeit am Boden gefolgt ist, erwartete. Nach dem gemeinsamen Einpacken des Ballons erfolgte die traditionelle Ballontaufe. Dabei wurden ein paar Haare mit einem Feuerzeug vom Kopf gebrannt und anschließend mit Sekt gelöscht. Zudem gab es noch einen Ballonfahrernamen und eine Urkunde. Anschließend wurde ein Landefest mit Getränken und Snacks auf dem Feldweg gefeiert.

fotoEs war ein interessanter Einblick in eine andere Luftsportart mit vielen neuen Erfahrungen aber auch ähnlichen Situationen wie beim Segelfliegen. Denn auch das Ballonfahren ist ohne ein gutes Team nicht möglich. Dem Segelfliegen werde ich natürlich treu bleiben, wenn ich jedoch noch einmal die Möglichkeit hätte, würde ich sofort wieder in einem Ballon einsteigen.

Sabrina Weßling – LSV Eschendorf e.V.

IMG-20160726-WA0003Mein Name ist Sarah Gross (15) und ich fliege im Aero-Club Grevenbroich-Neuss e.V. Unsere gesamte Familie ist im Verein tätig – mein Vater ist Chef-Fluglehrer, meine Mutter 1. Vorsitzende und selbst mein 77-jähriger Opa war Flieger und fährt heute noch Winde. Ich habe mich auf unserer ASK21, D-3544 freigeflogen und möchte euch nun erzählen wie es dazu kam.

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Hexentreffen 2017

September 12th, 2016 | Posted by Konstantin Mahler in Frauen im Luftsport - (0 Comments)

Hexentreff-Banner-2017_02

Meldet euch für das Hexentreffen 2017 an! Weitere Infos findet ihr unter www.hexentreffen2017.de!

Frauen im Segelflug

September 9th, 2016 | Posted by Konstantin Mahler in Frauen im Luftsport - (0 Comments)

IMG_2754Im August 2015 verbrachte ich die ersten zwei Wochen in meinem Leben auf einem Segelflugplatz – in einer neuen kleinen Welt, die mich vom ersten Tag an in ihren Bann gezogen hat. Seit dem ist alles anders.

Die Fliegerei hat mich schon als kleines Mädchen fasziniert. Das hat sich auch während meiner Schulzeit nicht geändert und das Studium der Meteorologie habe ich nicht zuletzt wegen meines Interesses daran gewählt, was da oben im Himmel so los ist.
Nur die Möglichkeit selbst zu fliegen hatte ich nie, bis ich von der Fliegergruppe meiner Uni, der Goethe-Universität Frankfurt, erfuhr. Ich musste gar nicht lang überlegen und meldete mich sofort zum nächsten Anfängerkurs bei der Akaflieg Frankfurt an. (mehr …)