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2019 bieten wir wieder einen luftsportbezogenen Juleica Lehrgang an. An einem verlängerten Wochenende lernen die Jugendlichen hier viel über Ihre Tätigkeit als Jugendleiter, Teambuilding Maßnahmen und welche tolle Möglichkeit unsere Sportvielfalt ausmacht.

Die Juleica-Ausbildung ist die Basis für das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit. Hier lernt man, wie eine „Gruppe tickt“, welche Methoden und Spiele es gibt und wie man diese sinnvoll anleitet, welche rechtlichen Regelungen zu beachten sind und wie man Maßnahmen organisiert. Anschließend verfügt man über das nötige Know-How und kann selber Angebote der Jugendarbeit betreuen.

Neben großartigen Referenten zu allen Fragen, bietet sich die die Gelegenheit über den Tellerrand des Vereins hinaus zu kommen, sich zu vernetzen und sich über viele Spannende Themen, wie dem Spitzensport unteranderem, zu informieren.

Die Qualifizierung zum Erwerb der JULEICA umfasst mindestens 30 Zeitstunden (entsprechend 40 Schulungseinheiten), die an den Wochenenden vermittelt werden. Anschließend fehlt nur noch der Erste-Hilfe-kurs und voila.

Wenn du Lust hast und neugierig geworden bist, dann sei dabei!

Unsere Referentin Madleen Fernau (madleen@luftsportjugend.com) wird euch als Ansprechpartnerin durch den Kurs begleiten und euch zur Seite stehen.

Mehr Informationen, sowie das Anmeldungsportal folgen in Kürze auf unserer Homepage!

Termin:03.10.2019 – 06.10.2019
Veranstaltungsort:Jugendherberge Hamburg „Horner Rennbahn“

Rennbahnstr. 100

22111 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 – 570 15 90

Fax: +49 (0) 40 – 655 65 16

 

E-Mail: hamburg-horn@jugendherberge.de

Internet: http://hamburg-horn.jugendherberge.de

Trotz komplexer Luftraumstruktur starkem Wind – Ein voll Erfog

Das Bundesjugendvergleichsfliegen wurde in diesem Jahr am Flugplatz Paderborn Haxterberg in NRW ausgetragen. Die Einweisungsflüge am Donnerstag und besonders am Freitag waren geprägt durch sehr starken Seitenwind mit Windböen bis zu 30 Knoten.

Nach den ersten Einweisungsstarts mit der ein oder anderen spannenden Landung am Freitagmorgen mussten gegen Mittag alle Flugzeuge schnell abgerüstet, verzurrt oder in der Halle gesichert werden. Windböen mit bis zu 48 Knoten fegten über den Platz. Anschließen beruhigte sich die Wetterlage, sodass die Teilnehmer im Alter zwischen 14 und 27 noch einige Trainingstarts absolvieren konnten. Schnell füllte sicher der Start und 25 Flugzeug warteten auf Ihren ersten Einsatz.

Segelflugstart am Freitagnachmittag – Die Teilnehmer führen erste Übungsflüge durch

Durch den nahegelegenen Flughafen Paderborn-Lippstadt liegt der Haxterberg unter einem Luftraum Delta (nicht Kontrollzone). Dadurch bedingt ist eine Höhenbegrenzung von 1900 Fuß MSL einzuhalten. Die Teilnehmer wurden durch ortansässige Fluglehrer auf die örtlichen Verhältnisse eingewiesen, sodass einem erfolgreichen Wettbewerbstag am Samstag nichts im Wege steht.

 

 

 

 

 

 

3 Wertungsrunden mit 135 reibungslosen Starts am Wertungstag

Das Wetter am Wertungstag spielte mit. 05:00 Uhr lokal wurde die Startaufstellung aufgebaut. Nach einem Frühstück erfolgte das erste Feldbriefing für die Teilnehmer.

Vor jeder Wertungsrunde wurden die Teilnehmer durch die Wettbewerbsleitung in die durchzuführenden Übungen eingewiesen.

 

Feldbriefing – Einweisung der Teilnehmer durch die Wettbewerbsleitung

Startaufstellung am Wertungstag beim ersten Wertungsdurchgang

 

 

Rollübungen, Hochgezogene-Fahrtkurven sowie Kreiswechselflüge wurden durch die Teilnehmer absolviert. Die Flüge wurden mit einem Seitengleitflug und einer Ziellandung abgeschlosssen. Die niedrige Ausklinkhöhe, bedingt durch die Luftraumstruktur, stellte Teilnehmer und Jury vor einige Herausforderungen. Die Sechs-Trommelwinde der Segelflugschule Oerlinghausen, welche für den Wettbewerb zur Verfügung gestellt wurde, leistete ganze Arbeit. Um 16:21Uhr lokal erfolgte der letzte der 135 Starts.

 

 

Ergebnisse – Einzelwertung

  1. Rappold Moritz – Landesverband Berlin
  2. Beening Niklas – Landesverband Niedersachsen
  3. Oberlehberg Tim – Landesverband Nordrhein-Westfalen

Ergebnisse – Landesverbände

  1. Landesverband Niedersachsen
  2. Landesverband Nordrhein-Westfalen
  3. Landesverband Berlin

…vom 12. August bis 24. August 2019 in St. Auban / Frankreich

Der Multiplikatoren-Lehrganges wird von der Luftsportjugend des DAeC durchgeführt und bietet eine fundierte Einweisung in den Alpensegelflug.

Zielgruppe bei dieser Maßnahme sind im Alpensegelflug unerfahrene Segelfluglehrer, die im deutsch-französischen Jugendaustausch aktiv sind beziehungsweise werden wollen und die französischen Seealpen als Ort für eine Jugendbegegnung oder ein Trainingslager in Erwägung ziehen.

Folgende Voraussetzungen werden von den Teilnehmern erwartet:

  • Fluglehrerberechtigung
  • Engagement für die deutsch-französische Jugendarbeit
  • Streckenflugerfahrung im Segelflug
  • Ausstattung des Segelflugzeuges mit FLARM & Farbwarnmarkierung (Pflicht für die Teilnahme!)

    Interessierte Teilnehmer, die in der Luftsportjugend aktiv sind und in der kommenden oder nächsten Saison eine Maßnahme in den Seealpen planen, werden bei sonst gleichen Voraussetzungen bevorzugt. Weitere Informationen bezüglich Lehrgangsplan, Teilnehmerbeitrag, Unterkunft und Verpflegung erfolgen nach der Anmeldung.

    Den Anmeldebogen bitte – mit der erforderlichen Bestätigung des zuständigen Landesjugendleiters – bis spätestens 22.04.2019 bei der Geschäftsstelle der Luftsportjugend in Braunschweig einreichen.

 

Ausschreibung

DFJW-Feriencamp für Mini-Ballöner

Ich kann jetzt auf französisch schon bis acht zählen. Zwei Minuten später: Und jetzt schon bis zehn! Dieser Ausspruch einer unserer jungen Teilnehmerinnen zeigt worauf es ankommt: Freude daran, eine andere Sprache zu entdecken. Und dafür zu begeistern gelang unserer Sprachanimateurin Camille Delaure perfekt. Das Deutsch-Französische Jugendwerk möchte, dass die Partner bei ihren Jugendmaßnahmen zunehmend auch die Altersgruppe unter zwölf berücksichtigen. Weil die Begeisterung für eine Sache oft schon in sehr jungen Jahren entsteht. Und man wünscht, dass sich mehr für deutsch-französisch begeistern. Das die Begeisterung und damit auch die Festlegung für ein Hobby oft schon sehr früh passiert, ist auch für den Luftsport ein Thema, können sich im Ballonsport Kinder nur bedingt betätigen. Wenn man sich aber auf die jungen Ballonfans einstellt, geht das.



Nur mit den ganz jungen geht es aber nicht, ältere müssen schon mit dabei sein. Unser Betreuerteam haben wir daher mehrstufig aufgestellt, ein paar jugendliche Juniorbetreuer und die Piloten und Autofahrer im Erwachsenenalter. Ein Konzept das prima aufging.

Als Ort für das Feriencamp wählten wir das Feriendorf Sonnenmatte in Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb. Das Feriendorf war ideal für den Aufenthalt, und das Ballonteam Sonnenbühl unterstützte mit seiner Infrastruktur die Ballonfahrten.

Neben den Ballonfahrten gab es natürlich auch Spiel und Spaß – Outdoor auf der Sommerrodelbahn oder dem großen Spielplatz der Sonnenmatte, Indoor die Halloween-Party und alle möglichen Spiele.

Das Feriencamp fand in den Herbstferien über Allerheiligen statt, mit zwei dutzend jungen deutschen und französisischen Teilnehmenden und Team insgesamt 30 Personen und drei Heißluftballonen. Veranstaltet wurde das Feriencamp in Zusammenarbeit zwischen der Fédération Française d’Aérostation und der Luftsportjugend des DAeC, unterstützt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Deutschen Freiballonsport-Verband e.V. Die Organisation vor Ort hatte Ballaeron e.V. übernommen.

Die deutsch-französischen Jugendmassnahmen finden im Wechsel zwischen Deutschland und Frankreich statt, das DFJW-Feriencamp 2019für Mini-Ballöner wird in Frankreich stattfinden, voraussichtlich wieder über Allerheiligen.

 

Autor: Volker Löschhorn

Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW)

 

Es ist soweit, der IACE geht in die nächste Runde! Die Ausschreibung für 2019 ist verfügbar unter IACE Ausschreibung 2019, sichert euch jetzt euren Platz!

Ihr kennt den IACE noch nicht und wollt wissen, worum es geht?! Hier findet ihr alle Infos und in unserem Blog findet ihr die spannenden Beiträge der letzten Jahre!

22. April 2018, 04:00 UTC Uhr morgens: Ein außergewöhnlicher Flugtag beim Aero-Club Rhein-Nahe in Langenlonsheim bei Bingen. Es war noch dunkel und den leichten Dunst in der kühlen Luft konnte man noch nicht als Nebel bezeichnen, jenen Nebel, der auf unserem Flugplatz aufgrund der Lage direkt an der Nahe durchaus häufiger vorkommt. Aber schon bald fingen die Hauben und Tragflächen der vier aufgebauten und gecheckten Segelflugzeuge an, zu beschlagen. Im Scheinwerferlicht der Autos zog immer mehr Bodennebel auf, also hieß es für unser geplantes Sonnenaufgangsfliegen abwarten und Kaffee trinken. Leider hat sich der Nebel zu lange gehalten, sodass unser Sonnenaufgangsfliegen (wortwörtlich) ins Wasser fiel. Da wusste ich noch nicht, dass meine Enttäuschung über den unglücklichen Beginn des Flugtages nur von kurzer Dauer sein sollte.
22 April, 07:15 UTC: Ich sitze das erste Mal an diesem Tag im Cockpit. Nach einer gut gelungenen Platzrunde fragte mich mein Fluglehrer Rainer, wie ich mich so fühlte. Ich ahnte natürlich den Grund der Frage, aber keine Frage – mir ging‘s gut! Nach einer weiteren Platzrunde wurde es offiziell, ich sollte „freigelassen“ werden. Dann spürte ich doch die Aufregung, was aber mehr einer freudigen Erwartung entsprach. Nach einem weiteren Start mit Rainer, der eine (nicht ganz unerwartete) Seilrissübung enthielt, dauerte es über drei lange Stunden, bis Sascha, der zweite Fluglehrer, eintraf. Meine Aufregung war jetzt doch recht groß geworden, sodass ich beim Überprüfungsstart mit der ASK21 eine nicht ganz so elegante Landung hinlegte. Also noch ein Start mit Fluglehrer. Diese Landung war immerhin in Ordnung. Die beiden Fluglehrer berieten sich erstmal und der Kloß in meinem Hals erreichte sein höchstes Volumen erreicht. Auch das Zurückholen eines anderen Fliegers konnte nicht wirklich ablenken. Wieder beim Startbus verkündeten Rainer und Sascha, dass ich bereit sei für meinen ersten Alleinflug. Mir fiel ein Stein vom Herzen.
Bevor dann, nach gewohntem Startcheck, die Haube zuklappte, bedachten mich die Fluglehrer noch mit letzten Tipps und ermutigenden Worten.
Immer noch 22.April, jetzt 12:32 UTC: Es war soweit, endlich vollkommen alleine in der startbereiten ASK21, aber wie Startbereit ICH war – FRAGEZEICHEN? Rational wusste ich, dass ich eine Platzrunde locker ohne Hilfe fliegen konnte; aber die Emotionen ließen mein Herz schneller schlagen. Die gewohnte Absicherung fehlte. Doch jetzt war Konzentration angesagt. Schon hörte ich im Funk: „Seil straff – fertig“ und spürte den leichten Ruck des Anschleppens. Die ASK 21, einsitzig, stieg! In Gedanken sagte ich mir immer wieder auf, worauf ich achten sollte. Kein Flügel hing, kein Kavalierstart, nur die Fahrt war etwas hoch. Der Windenfahrer gab ordentlich Gas und wollte mir wohl ein längeres Freifliegen gönnen. Nach dem Ausklinken lief eigentlich alles wie gewohnt, abgesehen von dem Dauergrinsen in meinem Gesicht und dem neuen Hochgefühl. In der Luft blieb mir leider viel zu wenig Zeit, bis ich schon wieder mit der Landeeinteilung beginnen musste. Beim Landeanflug konzentrierte ich mich wieder besonders und murmelte Details, glaube ich, teilweise vor mich hin. Die Landung war wirklich OK. Nach dem Ausrollen hörte ich im Funk Musikfetzen – wohl ein kleiner Scherz zur Feier des Tages. Alle Anwesenden gratulierten nur kurz, dann durfte ich direkt wieder in die Luft. Nach zwei Platzrunden, bei denen die letzte Landung dann auch wirklich schön war, war der Tag für mich zu Ende, zumindest fliegerisch. Vorm Einräumen gab es dann die altbekannte Zeremonie – mit Brennnesseln, Nahewasser und reichlich A-Schwingen. Puh – war ich froh, dass nicht auch noch die beiden Schmiede aus unserem Verein dabei waren. Mein Vater küsste mich stolz.
Dieser 22. April 2018 war für mich ein Tag mit vielen Auf- und Abs, emotional und physisch. Ein ganz besonderer Tag auch in meinem Tagebuch. Ein Tag, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die leichte Aufregung und Anspannung beim Anschleppen geht hoffentlich nie verloren – genauso wenig wie die Begeisterung an Fliegen und Flugplatzleben.

Bericht: Greta Marie Waltenberg

 

Im Rahmen des diesjährigen International Air Cadet Exchange waren wir, Jonas Hildebrandt und Laura Nicolay, in Belgien.

Schon die Anreise stellte den ersten Höhepunkt dar. Statt normal für einen Linienflug einzuchecken ging es für uns zum GAT am Frankfurter Flughafen. Dort wartete auf uns ein Embraer der Belgischen Luftwaffe. Mit diesem ging es über das Britische Northolt nach Belgien. Nach dem Bezug der Unterkünfte in der Kaserne Beauvechain haben wir den Tag mit einen BBQ ausklingen lassen.

In den ersten Tagen haben wir Nord-Belgien besucht. In Brügge erlebten wir eine Bootsfahrt auf den Kanälen. Am darauffolgenden Tag waren wir in der Gegend um Ypres mit den bekannten Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges. In Antwerpen empfing uns der Bürgermeister.

Nachdem wir eine kulturreiche erste Woche hinter uns hatten, sind wir über das Wochenende zu Gastfamilien gereist und hatten dort Zeit, das Familienleben kennenzulernen sowie ein wenig zu entspannen.

In der zweiten Woche standen gleich mehrere Höhepunkt an. Unter anderem ein Segelflug am Flugplatz von Bertrix. Dort konnten wir Einblicke in den Flugbetrieb der Belgischen Air Cadets bekommen, sowie selbst fliegen. Anschließend besichtigten wir das Euro Space Center und lernten Weiteres über Weltraum-Missionen der USA, Europa und der ehemaligen Sowjetunion.

 

Am darauffolgenden Tag besuchten wir in Brüssel die Polizeifliegerstaffel. Dort bekamen wir exclusive Einblicke in die Technik und Arbeitsweise der Belgischen Polizeipiloten.

Nach einem kurzen Mittagessen ging es weiter zum 15th Wing der Belgischen Luftstreitkräfte, dabei handelt es sich um ein Transportgeschwader. Dieses ist unter anderem zuständig für den Transport von Politikern mit Embraer Flugzeugen oder den Truppentransport von Soldaten, insbesondere mit C 130-Flugzeugen. Eines dieser Flugzeuge konnten wir auch besichtigen und sogar auf den Tragflächen laufen, da es sich gerade in einem Wartungsdock befand. Ein einmaliges Erlebnis!

Die Woche wurde mit einem weiteren Highlight abgeschlossen- Flug im Hubschrauber A109. Dabei zeigte uns der Pilot das Leistungsspektrum seines Helikopters. Von Tiefflügen in 15 m Höhe bis zu Steilkurven war alles dabei. Einen zweiten Segelflug-Tag  verbrachten wir auf dem Flugplatz in Weelde. Auf der nahe gelegenen Airbase Kleine Brogel  hatten wir die Gelegenheit belgische F 16 Kampfflugzeuge im  Flugbetrieb zu beobachten. Das Vibrieren des Bodens beim Start der F16 war ein unbeschreibliches Gefühl.

Zum Abschluss hatten wir noch einmal die Ehre, mit dem Embraer der Belgischen Luftwaffe nach Frankfurt geflogen zu werden. Was bleibt sind viele tolle Erinnerungen und Freundschaften!

„Welcome to a world of friendship and aviation!”

Unter diesem Motto hatte ich im Juli 2018 die Möglichkeit als Air Cadet Deutschland in den Niederlanden zu vertreten. Und diese Freundschaft und Luftfahrtbegeisterung konnte ich definitiv erleben!

Der International Air Cadet Exchange ist ein seit 1946 bestehendes internationales Austauschprogramm für luftfahrtbegeisterte, engagierte Jugendliche. Es ermöglicht einen zweiwöchigen Aufenthalt in einem Partnerland, voll mit kulturellen und vor allem fliegerischen Programmpunkten in einem internationalen Umfeld. Ich habe über meine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt von dem Programm erfahren. Neben der DGLR als zivilem Partner unterstützen vor allem die Bundeswehr und die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie den IACE in Deutschland. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind ein ansprechendes Motivationsschreiben und Empfehlungsschreiben, welche die Begeisterung und das Interesse des Bewerbers für die Luftfahrt darlegen, sowie Zertifikate über besonderes Engagement und ein Lebenslauf. (mehr …)

Mit 14 Jahren ist Elis Klemer aus Münsingen einer der derzeit jüngsten Segelfliegerschüler in ganz Deutschland. Erste Alleinflüge mit weicher Landung und anschließendem Fliegerritual auf dem Flugplatz Münsingen-Eisberg

Münsingen. „Richtig und fest angeschnallt? Frequenz und Lautstärke des Funkgeräts geprüft? Auf Startunterbrechung vorbereitet?“, so ging Elis Klemer seine Checkliste im Segelflugzeug durch. „Jetzt machst du einen Start alleine, ohne mich“, war die Anweisung des Fluglehrers. Der Fluglehrer hieß an diesem Tag Uli Schwenk, amtierender Vizeweltmeister im Segelfliegen und ehrenamtlicher Fluglehrer im Luftsportverein Münsingen-Eisberg. Nach über 40 Starts und Flügen mit Fluglehrern war nun der Augenblick gekommen, auf den jeder Pilot wartet: Der erste Alleinflug! Der 14-Jährige schnallte sich an, machte die Haube zu und klinkte das Schleppseil ein, das das ziehende Motorflugzeug, genannt Schleppflugzeug, mit dem Segelflugzeug verbindet. Uli Schwenk hielt den Flügel und hob den Arm, ein Zeichen für den speziell ausgebildeten Schlepp-Piloten Philipp Ilg, dass er langsam anschleppen konnte, bis das Seil sich spannt. Dann war der Moment gekommen, der Arm senkte sich auf die drei Uhr Position und der Schlepppilot gab Vollgas. Der Motor der ziehenden weißen Ultraleichtmaschine „WT9 Dynamic“ brummt auf und es ging los… Die zwei Flugzeuge rollen an, hoben schon nach etwa 200 bis 300 Metern ab und flogen in den Himmel.

Das Hochziehen des Segelfliegers, der sogenannte „Schlepp“, dauerte nur etwa fünf Minuten, dann klinkte Elis Klemer aus und flog nun allein wieder in Richtung Flugplatz. Ein besonderes Gefühl für den Jungpiloten! Seit er 9 Jahre alt ist, kam Elis Klemer regelmäßig auf den Flugplatz und durfte auch schon häufig mitfliegen. In diesem Sommer konnte er nun vorne auf dem Pilotensitz Platz nehmen und mit Fluglehrer hinten drin „schulen“, also Flugunterricht nehmen. Jetzt ist er alleine im Flugzeug, ein besonderes Etappenziel. Nach kurzer Zeit hatte der Jungpilot noch eine Höhe von etwas mehr als 250 Meter über dem Flugplatz und so flog er noch einen Kreis, der ihn auf etwa 200 Meter brachte. Anschließend drehte er sich, wie häufig vorher geübt, korrekt in den Gegenanflug, was bedeutet, dass man parallel zur Landebahn fliegt. Dort meldete Elis Klemer regelgerecht per Funk: „Die Delta-2135 ist im rechten Gegenanflug auf die 08“….für Laien heißt das, dass sich der Pilot beim Flugleiter (also dem Fluglotsen des Flugplatzes) mit seiner Flugzeugkennung D-2135 meldet, und mit der Zahl „08“ die gewünschte Landerichtung (Landebahnrichtung 80 Grad, also Richtung Münsingen), durchgibt. Danach erhöhte Elis Klemer seine Geschwindigkeit ein wenig, sodass er, wie gefordert, etwa 90 Km/h schnell war und ließ den Flugplatz etwas rechts hinter sich liegen. Jetzt flog er eine 90 Grad Kurve. Er drehte in das letzte Stück ein, das sogenannte Endteil des Landeanflugs.

Da er noch etwas zu hoch war, nutzte er seine Bremsklappen, um Höhe zu verlieren. Anschließend flog er über die quer zur Landebahn verlaufende weiße Markierung, setzte „butterweich“ auf und kam nach etwa 100 Metern zum Stehen. Elis Klemer stieg mit einem großen Lächeln auf dem Gesicht aus dem Flugzeug. Den Eltern fielen natürlich auch ein paar Steine vom Herzen: „Ja, ich gebe gerne zu, dass ich feuchte Hände hatte und aufgeregt war,“ sagte Andrea Klemer, Elis Mutter, nachdem sie ihm gratuliert hatte. Einige Helfer kamen gelaufen, um das blau-weiße Segelflugzeug des Modells ASK13 zurück zum Start zu schieben. Der Alleinflug zählt offiziell erst nach dem dritten Alleinflug als „bestanden“. Der frisch gebackene Pilot stieg also gleich wieder ein und startete und landete noch zweimal ohne Probleme.

Nach dem letzten Alleinflug gratulierten ihm seine Fluglehrer, die ihn bisher geschult haben, sein Ausbildungsleiter Jürgen Kleber, weitere Piloten, Mitglieder und Wegbegleiter des Vereins und natürlich seine stolze Eltern, Andrea und Michael Klemer, sowie die jüngere Schwester Lavinia. Dann folgte das Erstflug-Fliegerritual der Segelfliegerpiloten, das darin besteht, einen Dornen- und Brennesselstrauß überreicht zu bekommen, sinnbildlich dafür, um später den Steuerknüppel mit der notwendigen Sensibilität und Achtsamkeit in der Hand zu halten.

Zusätzlich bekommt man von allen Anwesenden einen Klapps auf den „Hintern“… Letzteres damit man zukünftig mehr Gefühl für das Fliegen mitbringt, z.B. um die Thermik besser zu spüren. „Diese Feinfühligkeit macht einen guten Piloten aus: Sinne nutzen, wahrnehmen, fühlen und sehen“, erläutert Fluglehrer Uli Schwenk dieses Ritual und ergänzt „Die Feinfühligkeit wird besonders beim Segelfliegen geschult, wo es keinen Lärm und keine motorenbedingte Vibrationen gibt.“ Gerade beim Segelfliegen ist daher das „Eins werden“ mit der Natur im Himmel möglich. Der erste Alleinflug ist wohl für jeden Piloten der wichtigste Tag in seiner Fliegerkarriere, an den er sich sein ganzes Leben lang erinnern wird. Niemanden mehr als sich selbst im Flugzeug zu haben, vollkommen frei im Himmel zu schweben und eine scheinbar grenzenlose Freiheit zu spüren, ist ein unvergleichliches Gefühl!

 

Für Elis Klemer, Schüler einer 9. Klasse an der Gustav-Mesmer-Realschule in Münsingen, heißt es nun aber erstmal, über den Winter Theorie für die anstehenden Prüfungen zu lernen und in der Werkstatt mitzuhelfen die Flugzeuge zu warten. Mit 16 Jahren kann ihm dann bei Bestehen aller Prüfungen der Segelflugschein ausgestellt werden. Gefragt nach seinem Berufswunsch sagt er „Natürlich Fluglotse oder Pilot!“… was bei so einem besonderen Hobby wahrlich nicht überrascht!

Bericht: Elis Klemer

 

Mein Freiflug!

November 6th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

Die Faszination der Fliegerei fing bei mir schon von klein auf an. In dem Flieger Comic „Rex Danny“, welches mein Vater in seiner Jugendzeit gesammelt hatte, bestaunte ich die Abenteuer des Testpiloten. Auf jedem Flug in den Urlaub, war es mir wichtig am Fenster zu sitzen. Während anderen bei Turbulenzen schlecht wurde, freute ich mich die Tragflächen wackeln zu sehen.
Da man heutzutage als Jugendlicher mit möglichen Hobbys bombardiert wird, verzögerte sich die Erfüllung meines Traumes, einmal allein fliegen zu können, bis ins Studium. Ende Mai 2017 wurde ich nach einem Gespräch über die Fliegerei von einem Kommilitonen gefragt, ob ich nicht einmal Lust hätte, ihn auf dem Segelflugplatz in Braunschweig zu besuchen. Gesagt, getan. Ein Start in einem DuoDiscus reichte vollkommen, um nun endlich den Funken überspringen zu lassen. Ich wollte fliegen lernen.
Zu diesem Zeitpunkt wohnte ich in Wolfenbüttel und entschied ich mich deshalb im Herbst dazu der LSG Wolfenbüttel beizutreten. Der Winter war von interessantem Theorieunterricht und Winterarbeit an den Flugzeugen geprägt. Mit viel Hintergrundwissen und einer starken Ungeduld, ging des dann Ende April los, denn unsere Wiese war endlich trocken.
Der erste Start! Die erste Landung! Checklisten, Seilrisse, Lepo fahren, all das wurde nach und nach zur Routine. Neben der Fliegerei an sich, lernt man natürlich auch andere Flugschüler kennen und schließt neue Freundschaften. Mit 21 Jahren gehört man ja fast zu den älteren Flugschülern, aber das merkt man beim Routinebetrieb gar nicht, den da ist man eine Einheit. Ebenfalls ist und bleibt Segelfliegen eine Vereinssache und daher sind auch die Grillabende nicht wegzudenken. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist aus meiner Sicht auch die Wissenweitergabe von älteren Vereinsmitgliedern. Hier lernt man viel, sei es schweißen, Stühle leimen, an Fahrzeugen herumschrauben oder auch für viele jüngere Flugschüler interessant, das Autofahren. Die Eltern wird der geringe Fahrschulpreis freuen.
Mitte Juni war es dann soweit. Dank des extrem guten Wetters, war fast jedes Wochenende fliegbar gewesen und nach 50 Landungen hatte ich meine A-Prüfung bestanden. Mit dem klassischen Diestelstrauß und einem Eimer kalten Wassers auf den Allerwertesten gratulierten die Familie und der Verein.
Der Flug ohne Motor ist für mich die beste Art zu fliegen. Man bewegt sich nur mit der Energie der Natur und kann so ohne Probleme mehrere Stunden in der Luft bleiben. Keine Co2 Emissionen während des Fluges. Den Planeten freuts und mich persönlich lockt eine Herausforderung. Wo steht der beste Aufwind? Wie kann ich fliegen um sicher zum Platz zurück zu kommen?
Ich sehe mein Augenmerk in Zukunft auf dem Streckenflug und hoffe meinen Schein im Sommer 2019 erhalten zu können.

Bericht: Ives Bartels

Vom 26.10. – 28.10.2018 fuhr eine Delegation der Luftsportjugend, bestehend aus unserer Jugendreferentin Ariane, unserer stellvertretenden Bundesjugendleiterin Julia und unser Maßnahmenleiter DFJW Ballon Volker zur Vollversammlung der Deutschen Sportjugend nach Bremen.

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Jugendausschuss 2018 in Braunschweig

Am Wochenende des 12.-14. Oktober traf sich die Luftsportjugend zur Herbsttagung 2018 in Braunschweig. Nachdem sich die jugendlichen Teilnehmer aus allen Luftsportverbänden Deutschlands Freitagabend an der Geschäftsstelle einfanden, feierte man das Wiedersehen zunächst mit einem gemütlichen Grillabend an der Geschäftsstelle des DAeC. Der Programmpunkt stand unter dem Motto „Der Chef grillt“, denn Bundesjugendleiter Max Heilmann stand hinter dem Grill und beköstigte seine Schützlinge. Auch Vizepräsident Gunter Schmidt, Generalsekretär Hubertus Samson-Himmelstjerna, Vorstandsmitglied Rene Heise und einige Mitarbeiter der Geschäftsstelle nahmen auf Einladung der Luftsportjugend teil. (mehr …)

EINS, ZWEI, FREIFLUG!

September 28th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

Seil läuft, Stramm, Fertig, Frei! – Weg war ich vom Boden und konnte mein Glück noch gar nicht fassen endlich alleine im Flugzeug ohne Fluglehrer zu sitzen.

Aufregung, Freiheit und Stolz es geschafft zu haben – Es war wirklich ein unvergessliches Erlebnis mein erster Alleinflug.

 

Mein Name ist Linus Baur, bin 18 Jahre alt, komme aus Paderborn und bin seit nun fast zwei Jahren „Haxterberger“. Vor zwei Jahren fing ich mit einem Schnupperkurs im Fliegerlager am Klippeneck mit Segelfliegen an. Danach war klar ich möchte Segelfliegen lernen!

 

Im Herbst ging es dann auch endlich los mit der Ausbildung und ich konnte meine ersten Starts am Haxterberg sammeln. Nach der langen Winterpause kam unglücklicherweise dann noch das Abitur dazwischen, deswegen ging es für mich ein wenig verspätet in die neue Saison.

 

Aber nach langem Üben und Warten war es am 6. August 2017 dann soweit. Nach einigen Flügen mit dem ersten Fluglehrer und nachdem der zweite Fluglehrer auch noch organisiert war und ein Start zusammen reibungslos verlief konnte es endlich losgehen. Nach letzten Anweisungen vom Fluglehrer und der Verabschiedung „genieß es!“, ging es Richtung Himmel. Oben ausgeklinkt flog ich ein paar Rollübungen und Kreiswechsel, und verzögert durch ein wenig Thermik ging es dann an die Position und wenige Sekunden später stand ich auch schon wieder heil auf dem Boden. Bis zu diesem Punkt war mir eigentlich nur oberflächlich klar dass hinten jetzt kein Fluglehrer drin saß und das gerade mein Freiflug war.

Nachdem der zweite und dritte Start genauso reibungslos vonstatten gingen erwartete mich am Abend die obligatorische Zeremonie mit Strauß, Trudeleinweisung, Wässerung und Hinternklopfen. Nach diesem tollen Tag den ich immer noch nicht so recht erfassen konnte freute ich mich schon mächtig auf das kommende Fliegerlager mit LS4 Einweisung und auch ein paar längeren Alleinflügen.

Mein Freiflug

September 27th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

Mein erster Alleinflug war einfach unfassbar. Dieses unglaublich tolle Gefühl mit einer Mischung aus Stolz und Respekt nach meiner A-Prüfung ist einzigartig und mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich nun selber für mich da oben verantwortlich bin.

Mein 1. Alleinflug

September 26th, 2018 | Posted by Konstantin Mahler in Projekt "Frei" - (0 Comments)

Ich bin ein  typisches Flugplatzkind, meine Eltern sind beide Segelflieger. Somit war ich schon kurz nach der Geburt das erste Mal auf dem Flugplatz und seit dem, mit wenigen Ausnahmen, fast jedes Wochenende.

Mit ungefähr 5 Jahren bin ich dann auch schon alleine auf dem Flugplatz rumgesprungen. Während Papa und Mama in der Luft waren, haben wir Kinder auf dem Spielplatz, am nahen Bach oder sonst wo im gefahrlosen Bereich auf dem Flugplatzes gespielt. Irgendwann in dem Zeitraum durfte ich dann das erste Mal mitfliegen: 2000 Meter MSL, toll. Aber nach zwei Stunden wollte ich wieder runter, mein Popo tat weh.

Seit dem habe ich mich jeden Geburtstag gefreut, dass ich ein Jahr weniger warten muss, um endlich mit dem Fliegen anfangen zu dürfen. Die Kinderspiele wurden langweilig. Ich vertrieb mir die Zeit mit Kabbeleien mit den Flugschülern oder half in der Kantine (da bekam ich wenigstens Trinkgeld). Gab es eine Gelegenheit mitzufliegen, war ich natürlich sofort dabei.

Mein 13. Geburtstag kam. Nach den neuen Regelungen hätte ich jetzt mit der Schulung beginnen dürfen. Aber ich sollte auf Wunsch meiner Eltern erst in der neuen Saison anfangen. Weiter warten. Also habe ich im Winter in der Werkstatt bei verschiedenen Arbeiten geholfen, z. B. bei der Ka8-Reparatur, bei der wieder ziemlich viel zu machen war. Parallel dazu habe ich den Theorieunterricht besucht und auch immer schön aufgepasst.

Zu Saisonbeginn, in den Osterferien, war ein Trainingslager mit durchgängigen Schulungsbetrieb geplant. Jippi, endlich durfte ich fliegen, obwohl noch zwei Monate bis zum 14. Geburtstag fehlten.

Nun kam der schwierigere Teil: Das praktische Fliegenlernen. Die Starts haben von Anfang an gut geklappt, jedoch für die Landungen habe ich mehr Starts gebraucht. Aber ich hatte ja noch Zeit, bis ich 14 Jahre alt wurde und alleine fliegen durfte.

Den nötigen A-Theorietest hatte ich zwischenzeitlich erfolgreich abgelegt. Doch an dem Wochenende, an dem ich die 14 Jahre endlich erreicht hatte, war leider viel zu starker Seitenwind, völlig ungeeignet für einen ersten Alleinflug.

Am darauffolgenden Wochenende war der Samstag unfliegbar, am Sonntag war auch nur  Minimalbetrieb. Nachdem jeder seine Starts hatte, räumten wir gewohnheitsmäßig den Flieger wieder in den Stall. Was ich nicht wusste: Ich hätte mich eigentlich noch an dem Tag freifliegen sollen. Dumm gelaufen oder in diesem Fall, geschoben.

Am nächsten Wochenende klappte es dann endlich. Nach den erfolgreichen Überprüfungsstarts stellte mir mein Fluglehrer die alles entscheidende Frage: „Traust du dir das auch alleine zu?“ Ich bejahte, und Zack saß ich alleine in der ASK21. Ich war mega aufgeregt. Aber sobald sich das Seil straffte, war ich hoch konzentriert. Denn schließlich soll sich die Maschine ohne Fluglehrer ganz anders fliegen, wurde mir so erzählt. Das habe ich auch ziemlich schnell gespürt, denn sie hatte viel weniger Zeit und Strecke bis zum Abheben gebraucht als gewohnt. Oben dachte ich mir nur: „Oh mein Gott, ich fliege wirklich allein!“ Dann habe ich überglücklich laut „Jeha“ gerufen, hörte ja keiner.

Das Erste, was ich anschließend gemacht habe: Ich habe eine (kleine) Parabel geflogen. Meine Fluglehrer mochten das nie, und jetzt konnten sie weder Motzen noch Kotzen.

Vorschriftsmäßig mit 200 Meter meldete ich mich an der Position. Gegenanflug, Queranflug, eindrehen in den Endanflug, ausrichten und sauber abfangen, alles passte. „Das hast du sehr gut gemacht, Franzi“, meldet sich mein Fluglehrer über Funk. Im gleichen Moment schoss unsere K8 in ca. 170 Meter pfeifend über den Platz und kündigte ihre Landung an. Der Pilot brüllte durch die offene Haube direkt zu uns nach unten: „Wartet, ich bin gleich da!“

Alle Anwesende kamen angelaufen. Sie überreichten mir einen wunderschönen Strauß, jeder gratulierte mir. Ich glaube, es gab keine Sekunde, in der ich nicht gelächelt habe.

Noch bevor die Gratulationsrunde beendet war, landete die K8 auf der Parallelbahn und rollte neben uns aus. Der Pilot sprang mit einem Satz heraus und stürmte auf mich zu: „Das lass ich mir doch nicht entgehen“.

Nun ja, es folgte der zweite, einerseits schmerzhafte, andererseits lustige Teil des Freiflugrituals: das traditionelle Schinkenklopfen. Ich glaube, die Thermik werde ich auch in den nächsten Jahren noch gut spüren können…

 

 

Ich habe mich am 8.7. mit 84 Starts in Bensheim an der Bergstraße freigeflogen

 

Bericht: Franziska Pawel